Mitmachkonzerte in der Kreismusikschule

Spontanes Musizieren eines Welthits

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Die zwei Mädchen blieben in Takt und Klang bei dem Lied „99 Luftballons“, obwohl sie diesen Song aus den 1980er-Jahren wahrscheinlich gar nicht kannten.

Rotenburg - Mit Trommel und Getöse startete am Samstag der Tag der offenen Tür in der Kreismusikschule Rotenburg. Berthild Freund, Dozentin für musikalische Frühförderung und Djemben hatte einen Teil ihrer Schüler vor der Tür postiert, die die ersten Besucher des Tages empfingen.

Durch das bunte Durcheinander schienen einige Kinder den Anschluss an die Gruppe verpasst zu haben. So rückten alle ein bisschen zusammen, schleppten schnell ein paar Trommeln weg und improvisierten in kleinem Ensemble. „In diesem Jahr haben wir das Programm ein wenig umgestellt“, sagte Tilmann Purrucker, Leiter der Kreismusikschule (KMS). 

„Wir bieten heute zweimal ein Mitmachkonzert an.“ Das Gebäude an der Freudenthalstraße war von Klängen nur so gefüllt. Bis auf die Schlagzeugklasse blieben die Türen zu allen Unterrichtsräumen den ganzen Tag offen stehen. Leise dröhnte aus dem Keller das Schlagzeug, im Erdgeschoss gesellten sich Gitarren-Riffs dazu, im ersten Stock arrangierten sich Harfentöne sowie Klänge von Klarinette und Saxofon dazu. 

Dadurch stellte sich ein Gefühl einer Musikhochschule ein, wo alle ihr Bestes geben und ihren ersten Auftritten entgegenfiebern. Zwei Mädchen versuchten sich an den E-Gitarren. Musiklehrer Carsten Neubauer (Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Band-Coaching) stimmte „99 Luftballons“ von Nena an, ein Lied, das die beiden jungen Damen wahrscheinlich nicht kannten. Dennoch blieben sie auf den Saiten in Takt und Klang. Zwei Naturtalente.

Gert Lueken und Ivan Romero, beide Dozenten für Saxofon und Klarinette, versammelten derweil ihre Bläserklasse um sich, stimmten sich ein und bauten schon mal im Garten auf. Dort gab es ein kurzes Konzert und machte Lust darauf, selbst einmal ein Blasinstrument auszuprobieren. 

Bis 17.30 Uhr wurde das Angebot dann auch gut genutzt. Bildlich einen roten Faden durch den Tag spannte Berthild Freund. Sie hatte sich inzwischen Djembe und roten Strick geschnappt, lief trommelnd durch die Musikschule und sammelte wie der Rattenfänger von Hameln im ganzen Haus mit viel Elan die vielen Menschen ein, die zu Besuch waren. Auf Anhieb gelang ein abwechslungsreiches Mitmachkonzert. 

Dazu wurden von Monika Freiling, ebenfalls Lehrerin für musikalische Frühförderung, unermüdlich neue Instrumente an die vielen Besucher verteilt. Nach dem Engagement der beiden Dozentinnen dürften die Kurse der musikalischen Früherziehung in Kürze überfüllt sein.

bd

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