Splettstößer-Vernissage Samstagabend im Kunstturm

Perspektivwechsel

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Ab heute Abend lädt Peter-Jörg Splettstößer zum „Perspektivwechsel“.

Rotenburg - In knapp 20 Metern Höhe beginnt der Perspektivwechsel. Die Arbeiten des Worpsweder Künstlers Peter-Jörg Splettstößer im Rotenburger Kunstturm sind Ausschnitte des Wahrgenommenen, gekachelte Blicke des Malers und Zeichners. Über vier Etagen stellt der 76-Jährige mit seinen rund 20 Werken Beziehungen seiner jüngsten Schaffensperiode seit 2011 her. Von ganz oben bis ins Erdgeschoss geht die Ausstellung – sie wird am Sonnabend eröffnet.

„Ich reagiere auf das, was meinem Auge gegenüber steht“, sagt der vielfach ausgezeichnete Künstler. Ein fragmentarischer Blick durch Fensterrahmen, zum Großteil festgehalten in seinem Pariser Atelier. In kleinen Schritten bewegt sich Splettstößer vor seinen Objekten, die Bild werden. Eine „Auseinandersetzung mit der Darstellbarkeit sich stets wandelnder Realitäten und verschiedener Wahrnehmungsebenen“, heißt es im Info-Blatt zur Ausstellung, die bis zum 25. Juli zu sehen ist. So wie in der Populärkultur das Handybild mit anschließender Kommentierung im sozialen Netzwerk das Erlebte erst wirklich werden lässt, so nutzt Splettstößer seine Werke, um sich klar zu werden, was er sieht. Kein Impressionismus, keine Verfremdung, sondern der eigene Blick, reduziert wie fokussiert durch den Blick aus dem Fenster.

Dabei folgt in weiteren Schritten die Trennung von Farbe und Form, Splettstößer bricht das Gesehene auf und ordnet seine Teile neu. So entstehen Beziehungen der Bilder untereinander, oder eben: „“. Wer dann beim Auf- und Abstieg aus den kleinen Fenstern des Kunstturms blickt und die Kreisstadt ausschnitthaft, jeweils ganz anders und aus neuen Perspektiven ähnlich wie der Künstler bei seiner Arbeit die Außenwelt wahrnimmt, der erweitert die Ausstellung Splettstößers um einen weiteren Aspekt – den Raum selbst, den nicht nur der aktuell Ausstellende als „einzigartig in Deutschland“ bezeichnet.

Wer den Blick wagt, ist zum „“ eingeladen. Die Vernissage beginnt um 18.30 Uhr, die einleitende Worte spricht der ehemalige Leiter der Kreiszeitung-Kulturredaktion, Rainer Beßling.

mk

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