„Spannend ist die Vielfalt“

Wirtschaftspreis: Erste Stadträtin Bernadette Nadermann im Gespräch

Bernadette Nadermann

Rotenburg - Von Guido Menker. Bereits zum sechsten Mal geht im Herbst der Rotenburger Wirtschaftspreis an ein Unternehmen aus der Kreisstadt. Zurzeit läuft noch die Phase, in der jeder Rotenburger die Möglichkeit hat, einen Kandidaten für eben diesen Preis vorzuschlagen. Am Ende entscheidet eine Jury, wer den Pokal – das Stadttor im Kleinformat – und ein Preisgeld erhält, das stets an eine gemeinnützige Einrichtung geht, die der Preisträger auswählt. Zum Stand der Dinge haben wir mit der Ersten Stadträtin Bernadette Nadermann gesprochen.

Frau Nadermann, in diesem Jahr vergibt die Stadt Rotenburg zusammen mit der Sparkasse Rotenburg Osterholz und dem Rotenburger Wirtschaftsforum wieder den Rotenburger Wirtschaftspreis. Wie fällt bislang die Resonanz aus?

Bernadette Nadermann: Bis jetzt bin ich mit der Beteiligung sehr zufrieden.

Bis zum 31. März können bei Ihnen noch Vorschläge eingereicht werden. Mit wie vielen Kandidaten rechnen Sie in diesem Jahr?

Nadermann: In diesem Jahr gehe ich von mehr Vorschlägen als im Jahr 2016 aus. Aber nicht die Anzahl der Vorschläge steht für die Träger des Wirtschaftspreises im Fokus. Spannend ist die Vielfalt der vorgeschlagenen Unternehmen, Institutionen oder Personen und natürlich, welche besondere Leistung sie bewerkstelligt haben.

Vielleicht ist ja der eine oder andere noch etwas unsicher und weiß nicht, ob er jemanden vorschlagen soll. Wann sollte man sich dazu durchringen?

Nadermann: Immer dann, wenn man selbst davon überzeugt ist, dass eine besondere unternehmerische Leistung vorliegt.

Können Sie uns noch einmal in Kürze zusammenfassen, welche Kriterien die Unternehmen erfüllen müssen, um überhaupt den Wirtschaftspreis erhalten zu können?

Nadermann: Gerne. Alle Unternehmerinnen und Unternehmer, Arbeitsgemeinschaften, Institutionen und Personen, die ihren Wohnsitz, Arbeitsort, Sitz oder Niederlassung in der Stadt Rotenburg haben oder Mitglied im Rotenburger Wirtschaftsforum sind, können an dem Wettbewerb teilnehmen oder vorgeschlagen werden. Die Vergabekriterien fordern, dass die Vorgeschlagenen durch ihr herausragendes Wirken ein positives Image für den Wirtschaftsstandort Stadt Rotenburg schaffen beziehungsweise geschaffen haben. Zum Beispiel durch Innovationen, Ideen oder Produkte, Produktionsabläufe oder besondere Präsentationen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen Sonderpreis an Personen oder Unternehmen zu vergeben, die besondere unternehmerische Herausforderungen auf eine außergewöhnliche Weise bewältigt haben.

Der Rotenburger Wirtschaftspreis hat sich inzwischen etabliert und seinen festen Platz im städtischen Kalender. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?

Nadermann: Dem Rotenburger Wirtschaftspreis ist es gelungen, das Gemeinschaftsgefühl aller gesellschaftlichen Gruppen mit dem Schwerpunkt Wirtschaft zu fördern. Die Wertschätzung, die den Vorgeschlagenen während des gesamten Auswahlverfahrens entgegengebracht wird, die gute Öffentlichkeitsarbeit, die Preisverleihung im feierlichen Rahmen und die Gelegenheit, zum regelmäßigen Meinungsaustausch zeigen ihre Wirkung. Damit demonstrieren die Träger des Rotenburger Wirtschaftspreises ihren Respekt vor der Leistung der Ausgezeichneten und unterstreichen, welch hohen Stellenwert deren Handeln für den Wirtschaftsstandort Rotenburg hat. Und das kommt offensichtlich an.

Gibt es einen Bereich, aus dem Sie sich ganz besonders mal Vorschläge wünschen, weil dieser bislang vielleicht eher unterrepräsentiert war?

Nadermann: Den Trägern des Rotenburger Wirtschaftspreises geht es auch darum, die Vielfalt des unternehmerischen Handelns aufzuzeigen. Insoweit wären Vorgaben oder Wünsche zu unterrepräsentierten Bereichen unglücklich.

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