Angeklagter bekommt Bewährungs- und Geldstrafe

Sottrumer muss 300 Euro an den Präventionsrat zahlen

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Ein Angeklagter aus Sottrum ist im Rotenburger Amtgericht zu drei Jahren Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt worden.

Rotenburg/Sottrum - Von Farina Witte. 91,51 Gramm Cannabis fand die Polizei am 8. März 2017 in der Wohnung eines Sottrumers. Dieser musste sich am Dienstag vor dem Amtsgericht Rotenburg wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten – und wurde verurteilt.

Einen Tag bevor die Polizei die Drogen bei dem Angeklagten sichergestellt hat, habe er Geburtstag gefeiert. Das hat der Sottrumer ausgesagt, nachdem die Anklageschrift verlesen worden war. Bei der Feier hätte jemand den Klemmbeutel mitgebracht, in dem sich die Drogen befanden. Diese seien von den Partygästen auch konsumiert worden. Am nächsten Morgen räumte der Angeklagte seine Wohnung auf und fand den Klemmbeutel mit dem Marihuana in der Badewanne. An dem Vormittag sei bei seinem Vermieter eingebrochen worden. Die Polizisten hätten beim Angeklagten geklingelt und ihn befragt, ob er etwas gehört hätte. Die Beamten haben dann in der Wohnung die Drogen sichergestellt. Der Sottrumer beteuert, dass die Drogen von einem Bekannten stammen.

„Das soll ich Ihnen glauben?“

Oberstaatsanwalt Lüder üller-Wolfsen zeigte sich skeptisch. „Das soll ich Ihnen glauben?“ Er wollte auch wissen, seit wann der Angeklagte Drogen konsumiert. Hierzu äußerte sich der junge Sottrumer nicht. Er beteuerte aber, dass er mittlerweile keine Drogen mehr konsumiert und sich ärztliche Hilfe gesucht hat. Offen ließ er allerdings, von wem die Drogen stammten. Es sei ein guter Freund und den wolle er nicht anschwärzen, äußerte sich Verteidiger Rolf-Peter Opitz. Richterin Petra Simon las Auszüge aus dem Bericht des Landeskriminalamts vor. Daraus geht hervor, dass sich in den 91,51 Gramm Marihuana 10,8 Gramm des Wirkstoffs THC befanden. Damit sei eine nicht geringe Menge erreicht. Weitere Zeugen hörte das Gericht nicht an.

Dreijährige Bewährungsstrafe

Der Staatsanwalt plädierte für eine Freiheitsstrafe vonneun Monaten, welche zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt werden solle. Zusätzlich forderte er eine Geldstrafe von 300 Euro, die der Angeklagte an eine gemeinnützige Organisation zahlen solle. Richterin Simon sprach den Angeklagten schließlich schuldig. „Die Drogen haben sich zumindest für einen kurzen Zeitraum in ihrem Besitz befunden. Sie haben das Cannabis nicht direkt der Polizei übergeben“, so Simon. Das Schöffengericht sah das vom Oberstaatsanwalt geforderte Strafmaß als angemessen an und legte dem Angeklagten eine dreijährige Bewährungsstrafe auf. Die 300 Euro Geldstrafe soll der Angeklagte an den Rotenburger Präventionsrat zahlen. Simon begründete das Urteil damit, dass die Überschreitung der nicht geringen Menge THC niedrig sei und der Angeklagte sich einsichtig zeige und sich bessern wolle.

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