Kommentar: Sitzungszeiten

Schlechtes Signal

Ein Kommentar von Inken Quebe.

Dass sich CDU und SPD häufig nicht einig sind, ist nichts Neues. Doch in Bezug auf die Sitzungszeiten für die Rotenburger Ratsmitglieder lagen die beiden Fraktionen gar nicht so weit auseinander. 

Dass sie sich am Ende gegenseitig in ihren Anträgen blockiert haben, ist dagegen kein Zeichen mit guter Außenwirkung für die Menschen, die sich vielleicht künftig für ein solches „Feierabendparlament“, wie es Gilberto Gori von der SPD treffend formuliert hatte, engagieren möchten. Wer sich neben dem Beruf für einen politischen Posten einsetzt, dem sollte es ermöglicht werden, sich an den Ausschüssen beteiligen zu können. In Zeiten, in denen von Arbeitnehmern immer mehr Flexibilität gefordert wird und Parteien händeringend auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs sind, sollte es denen, die sich tatsächlich engagieren wollen, nicht durch das Beharren auf Sitzungszeiten verbaut werden. Es wäre nicht einmal eine bahnbrechende Neuerung, schließlich beginnen die Sitzungen in anderen Kommunen auch später. Jetzt liegt es am neu zu wählenden Rat, für die Zukunft ein anderes Zeichen zu setzen.

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