Sehr oft geht es viel effizienter

Landkreis Rotenburg startet die Kampagne „clever heizen“

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Bei der Kampagne „clever heizen“ arbeiten mehrere Partner eng zusammen. Meike Düspohl (v.l., Klimaschutzmanagerin des Landkreises), Volker Eichler (Sparkasse Rotenburg-Bremervörde), Björn Muth (EWE) und Gerhard Krenz (Kean) hoffen auf großes Interesse.

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Zahlen sprechen für sich. Mehr als 84 Prozent der im Haushalt verbrauchten Energie werden für die Heizung sowie für die Aufbereitung von Warmwasser benötigt. Da ist es durchaus sinnvoll, eine gut funktionierende Heizung zu besitzen.

Aber: Auf 71 Prozent der Anlagen in Deutschland trifft genau das nicht zu. Grund genug für den Landkreis Rotenburg, ab 1. Oktober in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (Kean) sowie mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Rotenburg-Bremervörde und dem Energiedienstleister EWE die Kampagne „clever heizen“ durchzuführen.

Hinter der Aktion steckt das Angebot einer individuellen und unabhängigen Beratung. Gerhard Krenz von der Kean spricht von einer Initialberatung. Angesprochen fühlen sollten sich alle Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, deren Heizungsanlage älter als fünf Jahre ist, wenn es in den Rohren pfeift oder rauscht und man die Heizkosten senken möchte. Weitere Aspekte, bei denen eine Beratung infrage kommt: Einige Räume im Haus werden zu warm, andere hingegen bleiben zu kühl, es steht eine größere Reparatur der Heizung an oder es sollen erneuerbare Energien für die Raumwärme eingesetzt werden.

5.800 haben Beratung in Anspruch genommen

Aus Sicht des Landkreises Rotenburg geht es nicht zuletzt darum, seinen Beitrag zur Umsetzung der bundesweiten Klimaschutzziele zu leisten. „Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Bis 2050 sollen die klimatischen Gase sogar um 80 bis 95 Prozent gesenkt werden“, so der zuständige Amtsleiter Gerd Hachmöller. Und auch er weiß: Heizen geht in vielen Fällen wesentlich effizienter und damit umweltfreundlicher. Die Kampagne „clever heizen“ läuft in Niedersachsen bereits seit zwei Jahren, und bisher haben rund 5.800 Hausbesitzer die Initialberatung in Anspruch genommen, erläutert Gerhard Krenz.

Beim Landkreis selbst kümmert sich die Klimaschutzbeauftragte Meike Düspohl um die Kampagne. Sie nimmt unter derTelefonnummer 04261 / 9832860 und auch per E-Mail unter der Adresse meike.duespohl@lk-row.de Terminanfragen für eine Beratung vor Ort entgegen.

Untersützung von EWE und Sparkassenstiftung

Wenn Krenz von zu wenig effizienten Heizungsanlagen spricht, meint er, dass diese in der Regel schlicht und ergreifend zu viel Energie verbrauchen, um die gewünschte Wärme im Haus zu erzielen. Lösungen können einfacher Natur sein. Mitunter hängt aber noch viel mehr daran: Damit eine Heizungsanlage richtig und effizient läuft, müssten ihre Komponenten richtig dimensioniert und auf den Energiebedarf des Hauses abgestimmt sein – vom Heizkessel über die Pumpe bis hin zur richtigen Voreinstellung der Thermostatventile. Genau das ist oftmals nicht der Fall. Die Beratung im Heizungskeller erfolge durch speziell geschulte und unabhängige Energieberater. Sie bringen ausführliches Informationsmaterial mit. Darin finden sich auch Hinweise für das eigene Heizverhalten. Schon mit kleinen Schritten ließen sich große Wirkungen erzielen.

Die EWE und die Sparkassenstiftung Rotenburg-Bremervörde unterstützen das Projekt finanziell, die Kean und der Landkreis übernehmen einen weiteren Teil, sodass die etwa einstündige Erstberatung für die Hausbesitzer im Wert von rund 180 Euro kostenfrei bleibt.

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