Auf dem Schwalbenrennplatz in Unterstedt geht es am Sonnabend rund

Bunte Vögel auf Rädern knattern übers Feld

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Die Schwalben-Fans Uwe van den Berg (l.) und Otto Kettenburg.

Unterstedt - Otto Kettenburg vom Schwalbenclub Unterstedt hat sein Versprechen gehalten, alle zwei Jahre ein Rennen der bunten Vögel aus der Produktion des legendären Fahrzeugherstellers Simson zu veranstalten. „Am Sonnabend geht es auf dem Schwalbenrennplatz in Unterstedt ab 14 Uhr wieder so richtig rund. Wir suchen den Fahrer mit der schnellsten Schwalbe“, kündigt er ein spannendes Rennspektakel an.

Der Unterstedter Club besteht seit 22 Jahren. Er hat 75 Mitglieder, die insgesamt 100 Schwalben besitzen. Damit ist der Unterstedter Zusammenschluss einer der größten Schwalbenclubs Norddeutschlands. Die aktuellen Organisatoren des Rennes sind neben Kettenburg Uwe van den Berg, Jörg Norden, Timo Schröder und Eike Lüttjohann. „Von 1993 bis 2008 haben wir jährlich Rennen gefahren. Dann kam eine fünfjährige Pause. Nach dem Rennen vor zwei Jahren haben wir entschieden, alle zwei Jahre an den Start zu gehen“, so das Orga-Team. So kann der Adrenalinpegel der Schwalbenbesitzer und der Zuschauer am Sonnabend wieder steigen, wenn sich die Fahrer der Kult-Mopeds spannende Rennen auf dem Gelände zwischen Wasserwerk und Friedhof liefern.

„Anmeldungen haben wir schon einige bekommen, dennoch haben alle Schwalbenbesitzer die Möglichkeit, sich noch bis kurz vor dem Start anzumelden“, so Kettenburg. Gestartet wird in zwei Rennklassen. Die Fahrer der Simson-Mopeds mit Straßenzulassungen fahren ebenso um den Sieg wie die Fahrer der offenen Klasse. „Hier haben die Besitzer die Motoren ‚aufgemotzt‘ und kitzeln noch mehr Speed aus 50-Kubikzentimeter-Aggregaten heraus“, erklärt van den Berg.

Es wird in Gruppen von drei bis vier Fahrern gefahren, die letzten scheiden nach und nach aus – bis zum Schluss zwei Fahrer übrig bleiben und dann das Finale bestreiten. „Neu ist in diesem Jahr ein Staffelrennen mit jeweils fünf Fahrern bei fliegendem Start“, kündigte Kettenburg eine Neuigkeit an. Die Finalrennen werden gegen 18.30 Uhr erwartet, und danach ist Party mit DJ Checa angesagt. Für Essen und Trinken ist reichlich gesorgt. Bei einer Tombola winkt als Hauptpreis eine Schwalbe (Baujahr 1982) im Wert von 1500 Euro.

Übrigens: Die Simson „Schwalbe“ ist ein Kleinkraftrad der ehemaligen DDR, das von Simson in Suhl hergestellt wurde. Die erste „Die Schwalbe“ war das erste Modell der damals neuen Vogelserie von Simson. Sie war sie außerordentlich stark in Ostdeutschland verbreitet. Die Schwalbe kann in Deutschland als Kleinkraftrad mit einem Versicherungskennzeichen zulassungsfrei gefahren werden (Führerscheinklasse AM).

go

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