20 Schüler aus Schleswig-Holstein zu Gast beim Verein für Luftsport

„Frei wie ein Vogel“

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Piloten, Pädagogen und Schüler auf dem Flugfeld in Rotenburg.

Rotenburg - Bereits seit einigen Jahren ermöglicht der Verein für Luftsport Rotenburg einigen Schulklassen eine aktive Teilnahme am Flugbetrieb. Regelmäßig nutzen Schüler des Rotenburger Ratsgymnasiums und der Eichenschule Scheeßel die Möglichkeit, die Kreisstadt einmal aus der Vogelperspektive zu sehen.

Selbst aus dem benachbarten Bundesland Schleswig-Holstein reisen Berufsschüler mit ihren Lehrern an, um einen spannenden Flugtag zu erleben. Zuletzt waren 23 Berufsschüler aus der Region Ahrensburg zu Gast. Die angehenden Maurer, Zimmerer, Fliesenleger und Straßenbauer haben eins gemeinsam – sie sind alle im ersten Ausbildungsjahr und haben noch nie in einem Segelflugzeug gesessen.

Initiator und Organisator des spannenden Ausflugs zum Rotenburger Flugplatz ist Oberstudienrat Hans-Joachim Neupert. Der Pädagoge ist seit 1975 Segelflieger und aktives Mitglied im hiesigen Verein. In Begleitung der Schüler waren auch die Studienrätin Jennifer Hott und die Studienreferendarin Nina Mühlholm. Auch sie fieberten ihren ersten Flug in einem Segelflieger ohne Motorantrieb entgegen. Damit die Flieger in die Luft steigen können, werden sie von einer Seilwinde, die von einem Motor mit 380 Pferdestärken angetrieben wird, gezogen. „Innerhalb von zwei Sekunden kommt der Segelflieger auf eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Dabei schießt der Segler ziemlich steil in die Höhe und erreicht schnell eine Höhe um die 500 Meter. Nach rund 15 Minuten kehren die Gleiter wieder zurück.

„Die Schüler erweitern ihre sozialen Kompetenzen und erleben Teamarbeit in der Praxis“, erklärt Neupert im Gespräch mit der Kreiszeitung – denn wenn einer fliegen will, müssen mindestens vier andere Schüler mithelfen. Nach der Sicherheitsanweisung durch die Flugexperten des Rotenburger Vereins konnte das Abenteuer beginnen.

Schüler Mitchell Wongla war ziemlich aufgeregt. „Es war schon ein komisches Gefühl da oben zu gleiten“, erklärte er „man sollte solch einen Flug doch eher mit leeren Magen machen“, beschrieb er seine leichte Übelkeit. Anders war es für seinen Mitschüler Joshua Gäbrecht, der schon mit großer Vorfreude an den Start ging. „Der Flug war wie eine Fahrt in der Achterbahn, besonders beim Start“, erklärte er. Es sei faszinierend da oben gewesen. „Es war still und plötzlich fühlte ich mich so frei wie ein Vogel. Die Welt da unten war plötzlich so klein“, beschrieb er seine Eindrücke. Es sei ein wundervolles Gefühl.

go

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