„Daidalos oder die Kunst, oben zu bleiben“ in Rotenburg

Ratsgymnasiasten überzeugen mit Stück über Karriere, Macht und Geld

+
König Minos (Sophie Caliebe) steht dem Karrieremann im Weg und wird von Daidalos durch giftiges Gas in einer Therme getötet.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Was gehört dazu, wenn man Karriere machen, wenn man Geld und Einfluss haben und wenn man in der Gesellschaft ganz nach oben will? Genau diese Frage haben sich neun Schüler aus dem „Darstellungskurs“ des zwölften Jahrgangs des Rotenburger Ratsgymnasiums gestellt und dafür in der Antike gestöbert.

Mit dem Stück „Daidalos oder die Kunst, oben zu bleiben“ von den Autoren Claus Martin und Ursula Obers, das im Wesentlichen auf der griechischen Mythologie basiert, sind sie fündig geworden. Die Geschichte ereignet sich in der vorchristlichen Zeit in Athen, auf Kreta und Sizilien. In der Aufführung kommen insgesamt 30 Darsteller vor, deshalb mussten einige der jungen Gymnasiasten mehrere Personen darstellen. 

Kein leichtes Unterfangen, was aber alle Akteure durch die Bank auf der Bühne mit Bravour gelöst haben. Seit dem Sommer hatten sie unter der Anleitung von Volker Evers für die Premiere am Freitagabend geübt. „Die schauspielerische Leistung fließt in der Zeugnisnote mit ein“, so der Pädagoge. Diesbezüglich brauchen sich weder Antonia Borgas, Sophie Caliebe, Marei Friedrichsen, Mareike Horn, Lucas Lorentzek, Marie Meyer, Michael Rothammel, Birthe Schleeßelmann oder Justin Wolf Gedanken machen, denn ihr Spiel war gekonnt. „Text-Steckenbleiber“ gab es gar nicht, freute sich Evers.

Daidalos und Sohn Ikarus (unten) haben sich Flügel gebaut, um aus dem Labyrinth durch die Lüfte zu flüchten.

Er war es auch, der als Vorleser der groben Handlung immer wieder die Brücke zwischen den einzelnen Spielszenen auf der Bühne und dem Gesamtgeschehen schlug. Die Geschichte beginnt im alten Athen, wo Daidalos seinen Neffen Talos umbringt, weil er neidisch auf dessen Fähigkeiten ist. Er entgeht der Strafverfolgung durch Flucht und findet beim König Minos und dessen Frau Pasiphae auf Kreta ein neues Zuhause. 

Dort spielen sich unglaubliche Dinge ab, und die Königin gebärt ein Wesen „halb Mensch halb Stier“. Dieser Minotaurus wird in ein von Daidalos gebautes Labyrinth gesperrt und von Theseus aus Mitleid getötet. Das Labyrinth wird später für Daidalos und seinem Sohn Ikarus zum Kerker. Mit selbst Konstruierten Flügeln aus Wachs kann er aus dem Labyrinth fliehen, während Sohn Ikarus der Sonne zu nahe kommt und abstürzt. Daidalos entkommt allein nach Sizilien, entgeht erneut der Bestrafung seiner Intrigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Kindergartenfest Bücken

Kindergartenfest Bücken

Meistgelesene Artikel

Maisfeldfete ein großer Erolg

Maisfeldfete ein großer Erolg

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Bötersener Dorfladen: 104 Gesellschafter im ersten Anlauf

Bötersener Dorfladen: 104 Gesellschafter im ersten Anlauf

Kommentare