Schüler im Aufwind bei den Segelfliegern

Schüler und Lehrkräfte aus Ahrensburg sowie Mitglieder des Rotenburger Vereins für Luftsport auf der Startbahn für Segelflieger auf dem Flugplatz der Kreisstadt an der Bundesstraße 71.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Den Ausblick von oben, die Schönheit der Natur auf der Erde, aber auch die unendliche Weite des Luftraumes genießen und erleben. Das hat eine Gruppe von 13 Schülern im Alter von 15 bis 17 Jahren, die ein „Ausbildungsvorbereitendes Jahr im Bereich Bautechnik“ an der Ahrensburger Berufsschule absolvieren, erlebt. Sie besuchten am Dienstag in Begleitung ihrer Lehrer die Rotenburger Segelflieger.

Die Mitglieder des Vereins informierten zunächst über den Flugplatzbetrieb und später speziell über das Segelfliegen. Den Schülern hat der Tag sehr viel Freude bereitet. Das Beste für die Gäste aus Schleswig-Holstein war aber das Mitflliegen in einem Segelflugzeug. Viele haben sich fest vorgenommen, noch einmal mit einem Segelflugzeug am Himmel zu gleiten.

Der Verein für Luftsport Rotenburg bietet bereits seit einigen Jahren Schulklassen die Möglichkeit, aktiv und kostengünstig am Flugbetrieb teilzunehmen, erklärte der Organisator der Veranstaltung vom Luftsportverin, Hans-Jochim Neupert. Diese Chance fände inzwischen bei immer mehr Schulen großen Anklang. Ein Projekttag „Segelfliegen“ sei sicherlich eine sinnvolle Alternative zu vielen weiteren Aktivitäten an Schulen.

„Die jungen Menschen lernen dabei eine ganz andere, für viele Jugendliche bisher unbekannte Form des Fliegens kennen. Lautlos, ohne Motor, umweltfreundlich, aber dennoch modernste Technik auf höchstem Niveau an Bord; und vor allem für jedermann, ob jung oder gereift, finanziell erschwinglich“, erklärte Neupert. Die Schüler würden auf dem Flugplatz außerdem so ganz nebenbei lernen, ihre sozialen Kompetenzen anzuwenden und zu verbessern. Gleichzeitig werde die Teamarbeit gefördert, erklärt Neupert.

Hans-Joachim Neupert mit „Co-Pilotin“ Yvonne Deknock aus Ahrensburg kurz vor dem Start. - Fotos: Goldstein

Gute Angebote brauchen keine Werbung, sondern verbreiten sich sichtlich schnell durch Mundpropaganda. Auf diesem Wege erfuhren auch einige Lehrkräfte der Ahrensburger Berufsschule von den Möglichkeiten, die die Rotenburger Segelflieger bieten. Die Schüler wurden bereits am Bahnhof in Rotenburg empfangen und fuhren zum nahegelegenen Fliegerhorst. Dort angekommen, erhielten sie zunächst eine Einweisung über das Segelfliegen. Ein doppelsitziger Flieger stand bereit und auch die Seilwinde zum Start der Flugzeuge war in Position gebracht. Eine Startreihenfolge musste her, denn es gab genügend Teilnehmer, die darauf hofften, als erste mitfliegen zu dürfen.

Der Fluglehrer erklärte noch ausführlich die Bedeutung der Instrumente und dann kam auch schon das Kommando „ASK 21 doppelsitzig abflugbereit“. In wenigen Sekunden erreichte das schnittige Segelflugzeug eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern und wurde fast senkrecht in den Himmel katapultiert.

Für die am Boden stehenden Schüler ein Anblick, der doch einige Zweifel an ihrem Mut aufkommen ließ. Sogleich aber schnellte ein weiterer Schüler von seinem Campingstuhl auf und rief voller Begeisterung: „Ich bin der Nächste.“ Die Spannung löste sich und wich einer allgemeinen Lockerheit.

Langsam ging es auf Mittag zu. Durch die einsetzende Thermik verlängerten sich die Flugzeiten von anfänglich 10 Minuten auf nun bis zu 20 Minuten. Der Windenstart ist vielen Schülern besonders in Erinnerung geblieben.

Mehr rund ums Thema Segelfliegen in Rotenburg finden Interessierte auf der Internetseite des Vereins für Luftsport.

www.vfl-rotenburg.de

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