Rotenburger Rat stimmt dafür

Schonender für die Tiere: Tierheim Mulmshorn nimmt erneut Arbeit auf

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Das Tierheim Mulmshorn bietet nun deutlich mehr Platz für Fundtiere. Silke Wingen und ihr Team haben alle Kriterien erfüllt, damit die Stadt die Einrichtung finanziell unterstützt.

Rotenburg - Nach mehr als anderthalb Jahren wird das Tierheim Mulmshorn wieder seinen Betrieb aufnehmen. Das hat der Stadtrat Rotenburg einstimmig beschlossen. Das Engagement der neuen Vorsitzenden des Rotenburger Tierschutzvereins, Silke Wingen, und der vielen Helfer, die bei der Umgestaltung der Einrichtung mitgeholfen hatten, zahlt sich nun aus. Die Fundtiere aus dem Südkreis, die seit dem Aufnahme-Stopp in Mulmshorn in der Arche in Brinkum (Kreis Diepholz) untergebracht wurden, sollen Anfang Januar wieder in die Einrichtung am Mühlenweg 5 gebracht werden.

Wie viele Tiere es genau sind, weiß Silke Wingen noch nicht. „Die Stadt prüft im Moment die Liste auf die Herkunft der Fundtiere“, erzählt die Vorsitzende auf Anfrage der Kreiszeitung. Ist das geschehen, werde sie sich um den Transport der Tiere kümmern. Aktuell zählt das Tierheim 22 Katzen und zwei Hunde, maximal können hier 40 Samtpfoten und vier Fellnasen untergebracht werden, berichtet Wingen.

Die 52-Jährige steht für den Neubeginn der Einrichtung, die aus finanziellen Gründen ab Mai 2017 keine Fundtiere mehr aufnehmen konnte, damals noch unter der Leitung von Regina Buchhop. Das Geld aus den beteiligten Gemeinden reichte nicht mehr aus, um die Kosten zu decken.

Ab kommender Woche sollen nun vierteljährlich pauschal 4 500 Euro von der Stadt Rotenburg an das Tierheim fließen – 6 000 Euro jährlich mehr als früher für die Betreuung. Die Stadt hatte dafür drei zu erfüllende Kriterien von Wingen und ihrem Team gefordert: Erstens müssen die Standards für die Fundtierunterbringung gewährleistet werden. 

Zweitens galt es, die Fachkunde der Vorsitzenden zu prüfen und zudem musste das Kreisveterinäramt das Tierheim als solches genehmigen. Laut Bürgermeister Andreas Weber (SPD) wurden diese Ziele alle erreicht. Der nun entfallende Transport nach Brinkum schone die Tiere. „Des Weiteren ist es für die Eigentümer der Tiere so einfacher, ihr Tier wieder entgegenzunehmen“, so Weber. Für die Verwaltung bedeute die Fundtierunterbringung vor Ort zudem einen geringeren Aufwand, da der zeitaufwendige Transport zur Tierklinik nach Posthausen entfiele.

Der Vertrag für die Fundtierunterbringung mit dem Bund gegen Missbrauch der Tiere wird nun gekündigt. Dadurch entstehen für die Stadt Rotenburg keine Kosten. Lediglich müssen die zum Kündigungszeitpunkt vorhandenen Fundtiere von der Kreisstadt übernommen werden. Wingen wartet nun nur noch auf grünes Licht. „Dann fahre ich sofort los, um die Tiere zurückzuholen.“ 

jo

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