Weihnachtsmann besucht im Diako die jüngsten Patienten / Kleine Geschenke dabei

Schöne Überraschung im Diako

Die einjährige Patientin Maxima blickt auf der Kinderstation des Rotenburger Agaplesion-Diakonieklinikums auf dem Arm ihrer Mutter Beatrix Urban erstaunt in die Augen von Niels Kruse. - Foto: go

Rotenburg - „Ho, ho, ho, ich bin der Weihnachtsmann“ – mit diesen Worten betritt der verkleidete Niels Kruse kurz vor Heiligabend die Kinderstation des Agaplesion-Diakonieklinikums in Rotenburg. Erst schaut die kleine Patientin Maxima, die sich mit ihrer Mutter vor dem Schwesternzimmer aufhält, noch etwas skeptisch in die Augen des Mannes. Für die Einjährige ist es die erste Begegnung mit dem Weihnachtsmann. Aber auf dem Arm ihrer Mutter Beatrix Urban aus Sottrum fühlt sich die junge Patientin sicher. Schnell hat sie Vertrauen zu dem Mann mit dem langen weißen Bart und dem roten Kapuzenmantel bekommen. Er hatte für beide eine kleine Überraschung mitgebracht: Maxima wird noch vor Weihnachten aus der Klinik entlassen.

Viele ähnliche Begegnungen des Weihnachtsmannes mit kranken Kindern hat es dann am Heiligabend im Klinikum gegeben. Seit sechs Jahren überrascht Kruse mit seinem Auftritt die jüngsten Patienten auf der Kinderstation. Es ist Tradition, dass am Heiligabend gegen Mittag nach dem Gottesdienst in der Krankenhaus-Kapelle Seelsorger der Klinik zu den Patienten auf die Stationen gehen, um den Erwachsenen frohe Weihnachten zu wünschen. Der Weihnachtsmann hingegen macht sich auf den Weg zur Kinderstation. „Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass diejenigen Kinder, die wegen der Schwere ihrer Krankheit die Klinik nicht verlassen dürfen, wenigstens Besuch vom Weihnachtsmann bekommen und kleine Geschenke erhalten“, erklärt Kruse, warum er sich so engagiert. Oft trifft er bei seinem überraschenden Besuch auf der Station auch die Familienmitglieder der Kinder an. „Sie verlegen die Bescherung einfach ins Krankenzimmer“.

Sprachbarrieren werden ohne Probleme gelöst. „Ich bin ja bekanntlich in der ganzen Welt unterwegs und sprachlich begabt“, so Weihnachtsmann Kruse mit einem Augenzwinkern. Es sei ein tolles Gefühl für ihn in die erstaunten, aber glücklichen Augen der kleinen Patienten zu schauen und sie, wenn auch nur für einen Moment, von ihrer Krankheit abzulenken.

Der Chefarzt der Station, Dr. Jens Siegel, weiß, dass die Kinder mit dem Weihnachtsmann etwas Wunderbares verbinden. „Die Begegnung hat den Effekt, dass die Kinder ins Lachen kommen und das ist ja bekanntlich gesund“. Die Stationsschwester Marianne van Rooijen kennt die Wirkung des Besuchs seit mehr als 20 Jahren. Während der Anfänge hätten noch „Zivis“ den Weihnachtsmann gespielt. Später haben die Seelsorge den Job übernommen. „Nun ist seit vielen Jahren Niels Kruse unser Weihnachtsmann“. Und der will zur Freude des Diakonieklinikums seinen Herzensjob noch lange nicht an den berühmten Nagel hängen. - go

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