Scheeßeler Schulen wollen verstärkt für sich werben

Der Bildungsweg als Marke

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Christian Birnbaum (v.l.), Meike Nerding-Ehlbeck, Sven Borstelmann, Günther Bassen und Stefan Behrens wollen die Scheeßeler Schulen zur Marke ausbauen (v.l.).

Scheeßel - Von Matthias Röhrs. Die Scheeßeler Schulen wollen mit Gerüchten aufräumen. „Viele glauben, dass unser Schulsystem nicht so gut ist, weil wir keine Integrierte Gesamtschule (IGS) haben“, sagt Günther Bassen, der Schulausschussvorsitzende der Gemeinde. Dabei werde vor Ort alles angeboten – nur nicht unter einem Dach. Nun wollen die Bildungseinrichtungen Hand in Hand mit der Gemeindeverwaltung „ihren“ Bildungsweg als eine Marke etablieren.

Flyer und Broschüren sind gedruckt, eine Internetseite gibt es auch und zeigt, dass Scheeßel mit dem Angebot an Krippen, Kindertagesstätten, der Beeke-Schule als Oberschule und der Eichenschule als Gymnasium anderen Städten und Gemeinden in der Umgebung in Nichts nachstehen.

Christian Birnbaum, Leiter der Eichenschule, und Sven Borstelmann, Leiter der Beeke-Schule, betonen, dass auch in Scheeßel die Durchlässigkeit zwischen ihren Schulen gegeben ist. „Hier ist keine Konkurrenz mehr zueinander“, so der Eichenschuldirektor.

Auch in Sachen Individualität seien die Scheeßeler Schulen ebenfalls gut aufgestellt. Meike Nerding-Ehlbeck, die Leiterin der Grundschule: „Wir sind eine moderne Schule, die an den Bedürfnissen der Schüler Maß nimmt“. Der individuelle Zuschnitt beginne beispielsweise schon in der Eingangsstufe der Grundschule, die, statt wie früher zwei, mal nur ein Jahr, aber auch drei Jahre dauern könne, so Nerding-Ehlbeck.

In der Oberschule werden laut Borstelmann auf Wunsch gymnasiale Kurse angeboten, um einen Übergang nach dem Realschulabschluss auf die Eichenschule zu erleichtern.

Stefan Behrens, Fachbereichsleiter für Schulen in der Gemeinde, betont allerdings: „Wir zweifeln nicht an den Modellen anderer Gemeinden.“ Vielmehr gelte es, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. „Wir wollen den Scheeßeler Kindern so qualitativen Unterricht gewährleisten, ohne, dass sie die Gemeinde dafür verlassen müssen“, sagt er. Für ihn persönlich sei es unverständlich, dass manche Eltern ihren Kindern teilweise zumuten, eine Stunde oder mehr zur Schule fahren, obwohl es ein gleichwertiges Angebot vor Ort gebe.

Die Schulen und die Gemeindeverwaltung wollen nun für den „Scheeßeler Bildungsweg“ werben, haben sogar eine ortsansässige Werbeagentur beauftragt. „Wir wollen den Scheeßeler Bildungsweg zu einer Marke ausbauen“, schildert Behrens die Intention, „und wollen ihn an die Öffentlichkeit bringen.“

mro

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