Schach-Senioren zum dritten Mal Vizemeister / „Kann Wochen dauern“

Piehl an Nase herumgeführt? Sottrum schickt Protestnote

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Final Four im Landespokal für Seniorenmannschaften im Schach mit den Vierer-Teams SK Lister Turm II (stehend links), SC Sottrum (hinten rechts), Blau-Weiß Eilenriede (sitzend links) und SK Lehrte (vorn rechts). Als Schirmherr der Endspielrunde fungierte Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (stehend Mitte, mit dem Wanderpokal).

Sottrum - Von Manfred Klein. Für die Seniorenmannschaft des Schachclubs Sottrum war der nie erwartete Halbfinalsieg über den vermeintlich unschlagbaren SK Lister Turm I das „Wunder von Hannover“. Alles deutete darauf hin, dass der Wieste-Club dieses Mal im Finale zum ersten Mal den Sieg im Landespokal klarmachen würde. Doch es kam anders. Das „Wunder von Sottrum“ fand nicht statt – mit 4,5:5,5 unterlag man zu Hause dem SK Lister Turm II.

Lister Turm II hatte sich im Halbfinale gegen den SC Tempo Göttingen durchgesetzt und geriet in der Finalrunde gegen Sottrum in Rückstand. Nach knapp zwei Stunden hatte Manfred Klein an Brett zwei einen spektakulären Königsangriff mit einem sechszügigen Matt gekrönt. Klein euphorisch: „Meine beste Partie in der gesamten Saison!“

Dieser Sieg motivierte die Mitspieler Günter Gilde (Brett drei) und Peter Aminger (Brett vier) nur kurzzeitig. Nach gut vier Stunden meldeten beide Remis an. In der Zwischenzeit hatte Reinhard Piehl am Spitzenbrett – „völlig entnervt“ wegen eines vorausgegangenen „Regelverstoßes seines Gegners“ – aufgegeben. Damit endete das Endspiel zwar 2:2, aber nach der Berliner (Brett-)Wertung verlor Sottrum knapp mit 4,5:5,5.

Einige Wermutstropfen schüttete allerdings Hannovers Spitzenspieler in die Finalrunde. Weil er sich dem Verdacht aussetzte, sich während seiner Partie gegen Piehl außerhalb des Wettkampfortes in mitgeführten Partieformularen schlau gemacht zu haben, ist vom SC Sottrum eine Protestnote an den Schachverband gerichtet worden. Ein Ergebnis der Schachjuristen könne „aber Wochen dauern“, weiß der Schachclub-Vorsitzende Michael Gilde. Ob am Grünen Tisch das Ergebnis zwischen Sottrum und Hannover „revidiert werden muss, ist offen“, so Gilde.

In der Finalrunde wurde der dritte Platz im Landespokal zwischen SG Blau-Weiß Eilenriede und dem SK Lehrte ausgefochten. Eilenriede siegte 3:1 und durfte damit den Bronze-Pokal mit nach Hause nehmen.

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