Grindel will sich zur Bundestag-Zukunft schriftlich äußern

CDU sagt Gespräch ab

Kathrin Rösel folgt auf Reinhard Grindel im Bundestag. Das ist klar. Nur wann, ist noch offen.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Reinhard Grindel wird sich anders als bislang angekündigt am Donnerstag nicht persönlich zu seiner Zukunft als CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis „Rotenburg I – Heidekreis“ äußern. Die Pressekonferenz gemeinsam mit den beiden CDU-Kreisvorsitzenden Hans-Heinrich Ehlen und Gerd Engel wurde am Dienstagnachmittag abgesagt.

„Aufgrund wichtiger terminlicher Verpflichtungen wird Herr Grindel die für Donnerstag in Visselhövede angekündigte Pressekonferenz nicht durchführen können. Er bedauert dies sehr und bittet dafür um Verständnis“, hieß es in einer Mitteilung aus seinem Wahlkreisbüro. Grindel werde sich stattdessen schriftlich äußern. In den vergangenen Tagen vor und nach seiner Wahl zum Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes hatte der Rotenburger Politiker Interview-Anfragen auch der Kreiszeitung abgelehnt mit dem Verweis auf die anstehende Pressekonferenz.

Auf Nachfrage hieß es aus seinem Wahlkreisbüro, Grindel müsse einen „vertraulichen Termin“ wahrnehmen, eine Verschiebung sei letztlich an Zeit- und Abstimmungsproblemen mit den CDU-Vorsitzenden gescheitert. Und noch länger als Donnerstag wolle man mit einem klaren Statement zur Zukunft als Abgeordneter nicht warten. Am Wochenende hatte Grindel im ZDF erklärt, dass er zur Sommerpause abtreten werde: „Ich habe noch ein, zwei Gesetzgebungsverfahren, wo ich Berichterstatter bin, und damit die von der Zeitabfolge dann auch verabschiedet werden können, mache ich das zu Ende.“ Im Wahlkreis ist Grindel trotzdem unterwegs, auch in Rotenburg ist am Donnerstag ein weiterer Termin geplant.

Nachrückerin im Bundestag über die CDU-Landesliste für Grindel wird bekanntlich Kathrin Rösel. Die 44-Jährige arbeitet derzeit als Erste Samtgemeinderätin in Wesendorf im Landkreis Gifhorn. Sie sagte gestern, sie wisse über den Zeitpunkt von Grindels Rücktritt auch nur das, was in den Medien berichtet wird. Wenn sie dann die Chance bekomme, in den Bundestag einzuziehen, wolle sie auch den hiesigen Wahlkreis betreuen. Ihr eigener Wahlkreis Gifhorn-Peine ist mit der CDU-Politikerin Ingrid Pahlmann bereits in Berlin vertreten. Den Heidekreis, so Rösler, kenne sie über ihre Arbeit als Bezirksvorsitzende der Frauen Union Nordostniedersachsen bereits gut, und auch Rotenburg habe sie sich bereits angeschaut: „Ein schönes Fleckchen Erde.“ Ob dieses so verlockend sei, um herzuziehen und dann auch im kommenden Jahr hier als Bundestagskandidatin anzutreten, wie bereits spekuliert wird, kommentierte sie gestern ausweichend: „Gerüchte sind schneller als Tatsachen.“ Und: „Es gibt auch im Heidekreis und in Rotenburg viele gute Politiker in der CDU.“

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