Jutta Voß und Erna Bühring setzen sich für eine saubere Umwelt ein

Ein „Sackerl“ für den „Kackerl“

Jutta Voß (l.) und Erna Bühring haben die Initiative ergriffen und setzen sich für eine saubere Umwelt ein.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Der Tritt in den Haufen ist ein Ärgernis. Doch Abhilfe ist da: Mit kleinen „Kackerl-Fähnchen“ direkt im großen oder kleinen Hundekothaufen gesteckt, machen die beiden Rotenburgerinnen Jutta Voß und Erna Bühring die Besitzer von Vierbeinern darauf aufmerksam, die „Kackerlhaufen“ mit Plastiktüten aufzunehmen und später zu entsorgen.

„Die meisten Hundebesitzer haben beim Gassigehen immer ein Plastiktütchen dabei. Aber leider halten sich nicht alle daran“, erklärt Voß. Auf der einen Seite seien die Haufen keine Augenweide und wenn sie erst einmal unter der Sohle kleben, kämen noch andere Unannehmlichkeiten hinzu. „Also Hundefreunde, denken Sie immer daran, die schwarzen Beutelchen mitzunehmen und nicht ins nächste Gebüsch oder in hohe Gras schleudern“, mahnen die beiden Frauen.

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, stecken sie ein Fähnchen mit einem entsprechenden Spruch direkt in den Haufen. So hoffen Voß und Bühring, die „Herrchen“ und „Frauchen“ für eine saubere Umwelt zu sensibilisieren. Die Fahnen werden aus umweltschonenden Gründen nach einigen Tagen wieder eingesammelt.

Die Fähnchen als Warnsignal und Hinweis auf eine „Tretfalle“ für ahnungslose Passanten. Gleichzeitig wollen sie die Hundebesitzer für umweltbewussteres Handeln sensibilisieren. - Foto: Goldstein

Seit rund zwei Jahren sind Voß und Bühring zweimal in der Woche Bereich Berliner Ring/Leipziger Straße unterwegs, um achtlos weggeworfenen Unrat vom Straßenrand aufzusammeln. „Wir haben uns bei einem gemeinsamen Spaziergang durch die nahe Natur über den Müll an den Straßenrändern, Wege und Gräben ziemlich geärgert“, blickt Voß auf die Anfänge zurück. Gerade das naheliegende Biotop hätte sich damals zu einem Müllsammelplatz entwickelt. So hätten sie sich damals mit Plastiktüten „bewaffnet“ auf dem Weg gemacht, den Unrat einzusammeln und zu einem Haufen zusammengetragen.

Ein Anruf bei dem Bauhof genügte und schon erhielten sie unbürokratische Hilfe. Ein Mitarbeiter sei vorbeigekommen und hätte den Müll mitgenommen. Daraus entwickelte sich bald ein Kooperation. Der Bauhof stellte den umweltbewussten Müll-Sammlerinnen große Plastiksäcke zur Verfügung und ein Abholservice wird zwanglos organisiert.

Bürgermeister Andreas Weber (SPD) und Klaus Intelmann vom Ordnungsamt hätten auch schon bei ihnen vorbeigeschaut und sich für den Einsatz für eine saubere Umwelt bei ihnen bedankt. Inzwischen seien noch weitere Helfer hinzugekommen. „Wir treffen uns einmal im Monat zu einem Erfahrungsaustausch im Café Hollmann“, so Voß. - go

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