Rund 80 Teilnehmer begeben sich auf die Motorradtour der Rotenburger Werke

Ein Gefühl von Freiheit

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Acht Gespanne machen sich auf die rund 100 Kilometer lange Reise.

Rotenburg - DieVeranstaltung mit dem wohl größten Spannungsbogen bei den Rotenburger Werken ist die jährliche Motorradtour, stufte Geschäftsführer Thorsten Tillner die Bedeutung dieser Ausfahrt ein. Rund 80 Teilnehmer starteten am Sonnabendmorgen in vier Konvois auf die rund 100 Kilometer lange Reise in die Peripherie Rotenburgs. Eine unvergessliche Tour für die Menschen mit Behinderung, die für wenige Stunden das Gefühl der Freiheit eines Bikers miterleben konnten.

Die Biker von verschiedenen Motorradclubs aus der Umgebung der Kreisstadt gaben dieses Gefühl an die Menschen weiter, für die Freiheit normalerweise darin besteht, ein Zwei- oder Dreirad fahren zu dürfen. „Die Teilnehmer von den Werken sind mittendrin und nicht nur dabei“, so Tillner und lobte die akribische Vorbereitung der vielen Helfer um Teamleiter Leo Park. Ganz besonders hob er das Engagement des Polizeibeamten Christoph Steinke hervor, der diese Tour als „Schutzengel“ bereits zum fünften Mal begleitete.

Die Aufregung bei den Teilnehmern war groß. Voller Vorfreude fieberten sie der Fahrt entgegen. „Das Besondere an dieser Ausfahrt ist das gegenseitige Vertrauen zwischen Bikern und den anvertrauten Menschen mit Behinderung auf dem Sozius“, erklärte Park. Schon ein kleines Fehlverhalten auf dem Beiwagen kann Folgen haben. „Hier ist kein Motorradfahrer dabei, der nicht vorher eine Probefahrt gemacht hat“, so Park, der jedes Jahr auf einen erfahrenen Stamm an Fahrern zurückgreifen kann. Die Teilnehmer werden je nach Grad ihres Handicaps als Beifahrer in einem Gespann, auf dem Quad oder Spyder sowie als Sozius auf einer Solomaschine eingeteilt.

Wichtig sei die Einhaltung der Sicherheitsregeln bei Konvoi-Fahrten, erklärte Polizist Steinke, der zum Teil die Verkehrssicherung übernahm. Dann war es endlich soweit: Mit knatternden Motoren starteten die Biker die Tour. Sie führte zum Bahnhof Frieling ins dortige Café Alegria. Vom „Hot-Wheel“-Kuchen, der dort bis zum 30. August angeboten wird, wandert ein Euro in die Spendenkasse für einen guten Zweck. Ein weiterer Stopp war bei „Scholly‘s Motorradladen in Kirchlinteln. Der hatte einen Aktionstag mit Tombola organisiert. Der Erlös wird dem Kinderhospiz Löwenherz gespendet.

go

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