Rund 300 Besucher aus drei Kontinenten beim Afrika-Tag am Rotenburger Weichelsee

So geht es auch

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Vier Frauen aus Mittelamerika, Südamerika, Afrika und Europa (v.l.) freuen sich gemeinsam.

Rotenburg - Rund 300 Gäste aus Europa, Afrika, Mittel- und Südamerika haben am Samstag am Weichelsee in Rotenburg einen Nachmittag mit Musik und Unterhaltung, Tanz und Tombola verbracht. Darunter auch viele Afrikaner, die schon lange unter anderem in Rotenburg, Scheeßel, Sottrum, Zeven und Selsingen leben, aber auch Asylbewerber, die erst vor wenigen Tagen in der Region eingetroffen sind.

Trotz einiger Regenschauer ließ sich niemand ins Bockshorn jagen. Unter dem Zeltdach des temporären Cafés „Kenia“ gab es reichlich Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen ganz unabhängig von Nationalität, Religion oder Hautfarbe über Sorgen und Freuden zu sprechen. Die Gäste konnten einige Erfahrungen austauschen, sich bei Landsleuten oder deutschen Freunden Rat holen und neue Kontakte knüpfen. Ingo Reimann, der Vorsitzende der Kinderhilfe Kenia, freute sich am Ende über eine gelungene Veranstaltung.

Freunde in der Hüpfburg.

Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) begrüßte die Teilnehmer am Strand des Weichelsees. „Der heimische Verein leistet Außerordentliches, um den Afrikanern nicht nur hier, sondern auch in deren Heimat zu helfen“, erklärte er. Das sei mit Blick auf die vielen Flüchtlinge und Asylsuchenden, die jetzt gerade nach Rotenburg kommen, ein wichtiges Zeichen der Willkommenskultur. „Was die Rotenburger hier seit Jahren organisieren, ist beispielhaft und ruft danach, andere zu motivieren, solche oder ähnliche Veranstaltung durchzuführen“, so Weber.

„Großartig, was die Veranstalter auf die Beine gestellt haben, um die Leute hierher zu bekommen“, waren sich Heidi und Norma Drews einig. Dieses gesellige Beisammensein der Menschen aus so vielen Nationen sei sehr wichtig und mache sehr viel Spaß: „ – Leute kennenzulernen statt Angst vor ihnen zu haben“.

Afrika-Tag in Rotenburg

Priscilla Oetjen ist in Kenia geboren und wohnt schon zwölf Jahre in Selsingen. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. „Ich fühle total wohl in der Samtgemeinde“. Sie ist mit einigen Afrikanern zur Veranstaltung nach Rotenburg gefahren“, erzählt Oetjen. Sie engagiere sich zudem im Verein Kinderhilfe Kenia. Sie ist Lehrerin und hat mit vier Klassen die Patenschaften für ein Waisenhaus für Mädchen in Kenia übernommen. „Ich engagiere mich sozial und versuche, etwas von dem zurückzugeben, was ich hier in Deutschland bekommen habe“, betont sie. Sie gab einigen Gästen den Tipp, ganz schnell die deutsche Sprache zu lernen und nicht gleich aufzugeben, wenn etwas einmal nicht klappen sollte.

go

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