„Run For Your Life“ von Kiruna nach Paris / Staffellauf für den Umweltschutz

Etappenziel Rotenburg

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Nikos Saul überreicht den Stein aus der Arktis an die nächste Läuferin Hanna.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Es ist kurz nach 17 Uhr und stockdunkel auf dem Rotenburger Pferdemarkt. Die Straßenbeleuchtung spendet spärliches Licht. Einige Menschen haben sich am Montag trotz eisiger Kälte vor dem Rathaus eingefunden, um bei der Staffelübergabe der Läufer aus Scheeßel und Rotenburg , die an der Aktion „Run For Your Life“ teilnehmen, dabei zu sein.

Die geschätzten 1000 Lauf-Teilnehmer haben sich vor einigen Tagen in Kiruna (Schweden) auf die 4000 Kilometer lange Strecke begeben. Mit dieser Aktion sollen Politik und Öffentlichkeit angehalten werden, mehr Verantwortung für das Klima zu unternehmen und sich für Klima-Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit einzusetzen.

Mit diesem Lauf von der Arktis bis hin zur 21. UN-Klimakonferenz in Paris wollen die Protagonisten auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Dieser Konferenz, die vom 30. November bis 11. Dezember in der französischen Metropole über die Bühne geht, wird eine zentrale Bedeutung beigemessen, da eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge an das Kyoto-Protokoll verabschiedet werden soll. Den Vorsitz hat der französische Außenminister Laurent Fabius.

Aus dem Landkreis Rotenburg waren am Montag Läufer dabei, die in der Region aufgewachsen sind, hier zur Schule gehen oder hier arbeiten. So auch Nikos Saul aus Rotenburg, der den Staffelstab (ein Stein aus der Arktis) an die nächste Läuferin Hanna übergeben hat. „Ich will durch meine Teilnahme mit Blick auf Paris unsere Politiker auf die Probleme, die uns Bürger bewegen, aufmerksam machen“, so der Aktivist.

Charlotte Niekamp aus Scheeßel ist wie Saul Mitglied der Gruppe „Strömung Umweltgerechtigkeit“. Sie ist die rund vier Kilometer lange Strecke von Scheeßel bis Bartelsdorf gelaufen und hofft, in Sachen Klimaschutz in der Region ein Zeichen gesetzt zu haben. Die Aktivisten-Gruppe (zehn Läufer) hat die 32,8 Kilometer von Sittensen nach Rotenburg übernommen. Themen, die den Einwohnern im Landkreis am Herzen liegen, sind die Bedrohung der Umwelt wie etwa Moore, Wiesen und Landwirtschaft. Viel Bauchschmerzen haben die Umweltschützer mit der Förderung von Erdgas, die nach ihrer Ansicht durch die Verbrennungen zum Klimawechsel beitrage. Zudem sehen die Umweltverbände, dass die Gas-Förderung Bodenverunreinigungen mit Chemikalien und ungewisse Folgen für die Gesundheit mit sich bringe.

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