Zur Fußball-Weltmeisterschaft

Polizeisprecher klärt über Fanartikel am Auto und Korsos auf

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Zur Weltmeisterschaft in Russland schmücken viele Fußballfans wieder ihre Autos mit Fahnen und Überziehern. Kreativität ist hierbei erlaubt, solange diese nicht den Straßenverkehr und Fußgänger gefährdet, sagt Polizeisprecher Heiner van der Werp.

Rotenburg - Von Joris Ujen. Spätestens seit der WM im eigenen Land sind viele Autos regelmäßig während der großen Fußballturniere in Schwarz-Rot-Gold gekleidet. Gold sei allerdings laut Rotenburgs Polizeisprecher Heiner van der Werp nicht so geeignet, „die Farbe glänzt zu sehr und kann andere Verkehrsteilnehmer blenden“. Daher rät der Beamte eher zu der gelben Variante. Damit sich keiner um Bußgelder und Punkte in Flensburg während der Turnierzeit ärgern muss, gibt er einige nützliche Ratschläge.

Die Weltmeisterschaft in Russland hat begonnen, Sonntag müssen die deutschen Nationalspieler bei ihrem Auftakt gegen Mexiko zeigen, ob sie in der Lage sind ihren Titel zu verteidigen. Sobald das Grün für einen Monat im Mittelpunkt vieler Fußball-enthusiasten steht, kramen viele von ihnen auch ihre Fanartikel heraus, um ihre Autos in den Deutschlandfarben einzukleiden. Doch was sagt die Straßenverkehrsordnung (StVO) dazu? „Überzüge und Fahnen an den Autos sind grundsätzlich erlaubt“, sagt van der Werp. Die StVO setzt hier die Messlatte: „Man kann bei der Verzierung seines Wagens ruhig kreativ sein, solange die Sicht auf den Verkehr dadurch nicht beeinträchtigt wird“, so der Polizist. Mit 100 Stundenkilometern über die Bundesstraße fahren, ist dabei aber nicht ratsam, da die Fanartikel abfallen könnten. Autobahnen sollten komplett gemieden werden, rät der Pressesprecher. Sollte eines der Verzierungen abfallen und dadurch einen Unfall verursachen, bedeutet dies ein Bußgeld sowie einen Punkt in Flensburg. „Das muss jedem klar sein.“

Heiner van der Werp

Autokorsos sind laut der StVO verboten, vorherige Anmeldungen bei der Stadt ratsam, da sie den Verkehr beeinflussen. Aber: „Wenn alles im Rahmen ist, und niemand dadurch gefährdet ist, sind wir auch nachsichtig. Wir haben da ein großes Herz“, zeigt sich die Rotenburger Polizei einfühlsam. Die beobachtet die Korsos, die gerne auch mal über rote Ampeln fahren, damit sie den Anschluss nicht verpassen. Da hört der Spaß dann aber auf, macht van der Werp deutlich. Dauerhupen ist ebenfalls per Gesetz nicht erlaubt, außer bei Gefahrensituationen. Die Anzahl an erlaubten Personen in einem Fahrzeug darf natürlich auch zu Turnierzeiten nicht überschritten werden. Vor allem dürfen sich keine Personen auf der Motorhaube während der Fahrt aufhalten, weist der Polizeisprecher hin. Zudem dürfen Fahnen aus dem Fenster nicht geschwenkt werden, da es beispielsweise Fußgänger gefährden könnte. „Wir gehen diese Zeit immer mit viel Fingerspitzengefühl an. Wenn es aus dem Ruder läuft, greifen wir ein“, so van der Werp.

Für Fußballfans, die in ihrem Garten das Turnier auf dem Fernseher verfolgen, gilt die 45-Dezibel-Grenze sowie die normale Nachtruhezeit – werktags von Montag bis einschließlich Samstag von 22 bis 6 Uhr. Public-Viewing-Veranstalter können über diese Zeit hinaus bis Spielende übertragen. An Sonn- und Feiertagen ist wie gewohnt Ruhetag.

Die Rotenburger Polizei werde laut van der Werp die Deutschlandspiele auch verfolgen, ein Fernseher steht in der Einsatzstelle dafür bereit. „Wir werden unsere Ruhepausen etwas großzügiger gestalten, aber der Dienst hat natürlich oberste Priorität.“

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