Rotenburgs Bürgermeister will Geld für Jugendprojekte bereitstellen

Bullensee-Maitour: Weber ruft zum Dialog

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Dieses Bild soll es nach dem Willen der Behörden am 1. Mai nicht mehr geben.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Der Streit um die behördlichen Einschränkungen für die feiernde Masse bei der Bullensee-Maitour soll in geordnete Bahnen gelenkt werden. Seitdem die Pläne vor zwei Wochen bekannt geworden waren, hatte sich in verschiedenen Foren und auf Plattformen wie Facebook massiver Widerstand insbesondere gegen Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) formiert.

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Nun will Weber Vertreter der Feiernden zum Dialog treffen – am Dienstag, 23. Februar, ab 18 Uhr in der Aula der Realschule. Weber hofft, dass beim Gespräch mehr herauskommt als nur die oftmals plakativen Forderungen der Marke „Wir saufen trotzdem“. Sein Ziel: Mit denjenigen sprechen, die aus der Online-Anonymität heraustreten und konstruktiv an Plänen für die Feiernden mitarbeiten. Rund 60.000 Euro mussten Vereine wie die DLRG, Behörden und Rettungskräfte jeweils in den vergangenen Jahren investieren, um Dreck, Müll und Scherben entlang der Party-Wanderroute von Rotenburg aus beiseite zu räumen. Allein 10.000 Euro habe das und die zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen wie Bauzäune vor Schulen die Stadt gekostet, sagt Weber. Könne dieses Geld ab diesem Jahr eingespart werden, weil die Leute „ohne Alkohol und Exzesse“ zum Bullensee gehen, will er die Mittel im städtischen Haushalt für eine „nachhaltige Entwicklung für die Jugend“ bereit stellen – langfristig. Denkbar seien andere Veranstaltungen oder die Entwicklung der Skaterbahn. Was genau mit dem Geld gemacht wird, sollen aber diejenigen entscheiden, die für die Generation sprechen. Nur bräuchte es dafür eben Vertreter, die sich als „Sprecher“ identifizieren lassen. Die hofft Weber nun am 23. Februar ins Gespräch einbinden zu können. Ob das klappt, bleibt abzuwarten. „Ich habe große Hoffnung“, sagt Weber.

Online-Petition gegen das Alkoholverbot

Sebastian Koch ist ein möglicher Ansprechpartner. Der 26-jährige Jeersdorfer hat eine Online-Petition „gegen das Alkoholverbot am 1. Mai in Rotenburg und am Bullensee“ gestartet. 600 Unterstützer hatte er dafür gestern. „Wir formieren derzeit noch eine Gruppe aus rund fünf Leuten“, sagt Koch. Erst aus dieser Gruppe heraus könnten Forderungen gestellt werden. Das Gesprächsangebot des Bürgermeisters werde aber schon jetzt „sehr positiv aufgenommen und auch wahrgenommen“.

Hier gelten die Beschränkungen - Lageplan

Hoffnungen, dass das Alkohol-Verbot wieder aufgehoben wird, erteilt Rotenburgs Bürgermeister aber schon jetzt eine Absage. „Es ist durchdacht und begründet.“ Jahrelang habe man mit der Veranstaltung auf einem „Pulverfass“ gesessen, dass nichts Schlimmeres passiert sei, wäre nur Glück gewesen. Koch und seine Mitstreiter wollen jedoch beweisen, dass Feiern auch anders funktioniert: „Jedes Jahr pilgern tausende Jugendliche am 1. Mai zum Bullensee. Bei vielen von ihnen zählt dieses Ereignis zum festen Bestandteil des Jahres. Alte Freunde treffen, neue Leute kennenlernen und einfach ein paar Stunden feiern und den Alltag vergessen“, heißt es in der Petition. Alkohol und laute Musik gehörten zur Tour, „Vandalismus und Gewalt natürlich nicht.“ Das werde vom Großteil auch abgelehnt. Der Bürgermeister müsse verstehen: „Nicht jeder der 5000 Teilnehmer ist ein an Wände pinkelnder, lautstarker Jugendlicher, welcher nur auf der Suche der nächsten Schlägerei ist.“

Bilder von der Bullensee-Maitour 2015

Tausende auf dem Weg zur Party am Bullensee

Maitour zum Bullensee - Teil 2

Maitour zum Bullensee - Teil 3

Maitour zum Bullensee in Rotenburg / 4

Maitour zum Bullensee in Rotenburg / 5

Maitour zum Bullensee in Rotenburg / 6

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