Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber stellt seinen Lieblingsort in der Kreisstadt vor: den Bullensee

„Highlight der Ruhe und Entschleunigung“

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Am Bullensee findet sich auch ein Wanderweg durch das Moor – mit einer Brücke, die etwas Geschick erfordert.

Rotenburg - Von Inken Quebe. In der Nähe ist ein Teichfrosch zu hören. Ansonsten ist es an diesem Tag ruhig am Großen Bullensee. Kein Wunder: Zum Schwimmen ist es auch etwas frisch. Aber der Lieblingsort von Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber und seiner Frau Claudia hat noch mehr zu bieten als Badespaß.

Lange hätten die Beiden nicht grübeln müssen, um sich für einen Lieblingsort zu entscheiden – auch wenn der Bürgermeister betont: „Es gibt hier so viele schöne Ecken.“ Und so ist es kein Wunder, dass Claudia Weber nur ein Wort benötigt, um zu beschreiben, was den Bullensee für sie ausmacht: „Entschleunigung.“ Ihr Mann ergänzt nach kurzer Überlegung: „Es ist ein Highlight der Ruhe und Entschleunigung.“ Gemeinsam haben die Eheleute dort schon viele Stunden verbracht, wie sie im Gespräch mit der Kreiszeitung berichten. Denn eigentlich ziehen sich die Besuche dort schon durch da Leben der beiden. Dazu gehören gemeinsame Erinnerungen an die eigene Kindheit, „badend im Bullensee mit Luftmatratzen und Tretboot, im Winter beim Eishockey spielen oder Eislaufen“, erinnert sich der Bürgermeister. Sogar Getränkestationen hätten sie auf dem gefrorenen See schon aufgebaut.

Auch als Jugendliche und als junges Pärchen zog es die beiden zum Beispiel für Wanderungen an den mehr als zehn Meter tiefen Natursee, „aber ohne laute Musik, Müll und Glasscherben“. Später ging es mit den Kindern, heute mit den Enkeln dorthin. Im Gespräch mit dem Ehepaar fällt auf, dass ihnen vor allem der Naturaspekt wichtig ist. Die Vernässung des Moores dort bezeichnen sie als Errungenschaft. „Dass es hier jetzt auch Wanderwege gibt, ist eine tolle Wertschätzung“, lobt Claudia Weber die Initiative von BUND und Naturschutzbund Rotenburg.

Doch die Umgebung am Bullensee eignet sich nicht nur für eine Wanderung: „Ich kann jedem nur empfehlen, sich einmal hinzusetzen. Die Natur kommt dann von ganz alleine auf einen zu.“ So hätten es die beiden auch schon erlebt und ihren Enkeln auf diese Weise Vieles näher gebracht. „Es ist schon ein bisschen komisch, wenn dann eine Ringelnatter oder eine Blindschleiche an einem vorbei kommt“, gibt Claudia Weber zu.

Aber der Bürgermeister kommt auch zum Schwimmen gerne her. Wenn es warm ist, trainiere er zwei Mal pro Woche. Das Gewässer eigne sich sogar, um Triathlon zu betreiben. „Die diagonale Strecke beträgt etwa 350 Meter. Deshalb ist sie hervorragend für das Training.“ Dass ein Sprung in den Bullensee aber auch Gefahren mit sich bringt, zeigt sich vor allem, wenn es sehr warm ist. „Der See ist sehr tief, und weil das Wasser durch die moorige Gegend nicht klar ist, heizt sich das Wasser in der Tiefe nicht auf“, weiß Andreas Weber durch Gespräche mit Jürgen Meyer von der DLRG Rotenburg. „Wenn der Körper an einem heißen Tag richtig erhitzt ist, ist das nicht ungefährlich.“

Dass der See trotzdem den Spitzenplatz beim Bürgermeister belegt, liegt wohl auch daran, dass es nicht nur bei Sonnenschein ein besonderes Erlebnis bietet. „Eine tolle Perspektive ist es, wenn man im Wasser ist, während es regnet“, beschreibt er. Mit dem Kopf halb unter Wasser sei es schön zu sehen, wie die Regentropfen auf die Oberfläche aufkommen und dann wieder zurück nach oben springen. Und im Winter sei es schön, „weil dann insbesondere meine Lieblingsvögel, die Kraniche, in der Nähe überwintern“.

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