Untermieter an der Großen Straße

Wirtschaftsforum vorübergehend im Haus der Mediengruppe Kreiszeitung

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Im Übergangsquartier: Projektmanager Werner Meyer (r.) und der RWF-Vorsitzende Heiko Kehrstephan hätten gerne das Büro und damit auch die Adresse im Rotenburger Rathaus behalten.

Rotenburg - Von Guido Menker. Im Rotenburger Pressehaus der Mediengruppe Kreiszeitung (MK) gibt es vorübergehend einen Untermieter: Das Rotenburger Wirtschaftsforum (RWF) hat sich hier ein kleines Büro eingerichtet.

Das Rotenburger Wirtschaftsforum (RWF) muss sich einen neuen Briefkopf zulegen. In diesen Tagen hat der Verein sein Büro im Rotenburger Rathaus verlassen. Der Auszug war erforderlich, weil die Stadt Eigenbedarf angemeldet hatte. Für das RWF war da kein Platz mehr. Für voraussichtlich ein Jahr ist das Büro des RWF - besetzt mit Projektmanager Werner Meyer - im Pressehaus der Kreiszeitung an der Großen Straße in Rotenburg zu finden. „Wir sind sehr dankbar und froh darüber, hier ein Übergangsquartier bekommen zu haben“, sagt RWF-Chef Heiko Kehrstephan. Man habe bereits eine andere, längerfristige Lösung im Blick, die lasse sich zurzeit allerdings noch nicht realisieren. Er gibt noch Gespräche.

„Wir hätten gerne alles so gelassen, wie es bislang war“, unterstreicht Werner Meyer. In den Gesprächen mit Bürgermeister Andreas Weber (SPD) habe man mehrmals versucht, vielleicht doch noch im Rathaus eine andere Lösung zu finden. Das sei nicht gelungen. „Wir sind im Laufe der vielen Jahre im Rathaus mehrmals umgezogen, wenn räumliche Anpassungen erforderlich geworden sind“, so Meyer. Das sei für ihn und das RWF eine Selbstverständlichkeit gewesen. Zum Schluss habe Meyer in einem kleinen, versteckten Raum schräg hinter dem Info-Büro gearbeitet.

Dieser Raum soll künftig vom Standesamt mitgenutzt werden, erläutert Weber auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch ein zuletzt noch freies Büro oben unter dem Dach des Rathauses neben dem Büro der Gleichstellungsbeauftragten werde künftig gebraucht. „Bevor wir selbst zusätzliche Räume anmieten, ist der Aufwand für das Wirtschaftsforum sicherlich weniger groß, ein anderes Büro zu beziehen“, so Weber. Mit handelnden Personen habe die Entscheidung nichts zu tun.

1995 war das RWF auf Betreiben des ehemaligen Bürgermeisters Bodo Räke und des früheren Stadtdirektors Ernst-Ulrich Pfeifer in das Rathaus eingezogen. Seitdem habe man sich stets den räumlichen Gegebenheiten angepasst, weiß auch Kehrstephan. „Man wollte die Wirtschaft mit der Verwaltung und der Politik verflechten - und das auch nach außen hin zeigen“, fügt er hinzu. Es gehe im Kern darum, eine gute Kommunikation miteinander herzustellen und sie zu verbessern. Die Rathaus-Adresse für das RWF bezeichnen Meyer und Kehrstephan als ein wichtiges Zeichen. Als Zeichen dafür, wie es sein soll und wie wichtig es ist, diesen engen Austausch zu pflegen. Im Hinterkopf hätten dabei alle Beteiligten vor allem die strategischen Ziele des Wirtschaftsstandortes Rotenburg. „Das treiben wir partnerschaftlich voran“, so der Vorsitzende des 1993 gegründeten Wirtschaftsforums.

An diesem Signal nach außen soll sich aus Sicht von Andreas Weber nichts ändern. Auch ihm gehe es um eine enge Zusammenarbeit. „Die ist aber nicht allein davon abhängig, dass man zusammen in einem Haus sitzt“, findet der Bürgermeister. Auf mögliche Auswirkungen dieses Umzuges angesprochen, erklärt Werner Meyer: „Das lässt sich jetzt noch nicht sagen. Bislang hatten wir extrem kurze Wege - das ist jetzt anders.“

An der bisherigen E-Mail-Adresse rwf@rotenburg-wuemme.de und auch an der Internetadresse www.rwf-row.de hat sich nichts geändert. Telefonisch ist das RWF jetzt unter der Nummer 04261 / 72334 zu erreichen.

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