Verwaltung soll mit den Rotenburger Werken Möglichkeiten prüfen

SPD schlägt festes Kino auf dem Kalandshof vor

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Beherbergt das ehemalige Heizwerk mit der angrenzenden alten Schmiede bald das Stadtkino?

Rotenburg - Von Guido Menker. Fast genau vier Monate vor der Kommunalwahl bringt die SPD nach der Disco-Diskussion erneut ein Thema auf den Tisch, das vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Kreisstadt besonders interessieren dürfte: Lässt sich im ehemaligen Heizwerk der Rotenburger Werke auf dem Kalandshof ein Kino installieren?

Diese Frage hat die SPD-Fraktion im Rotenburger Stadtrat in einen Antrag gegossen, den sie an Bürgermeister Andreas Weber (SPD) richtet. Demnach soll die Verwaltung prüfen lassen, ob sich eine solche Idee in die Tat umsetzen lässt. Die Rotenburger Werke zeigen sich da ganz offen, ohne allerdings schon konkret werden zu können.

„Die Rotenburger Werke sind grundsätzlich interessiert, Projekte mit inklusivem Charakter auch und gerade auf dem eigenen Gelände zu unterstützen. Ob ein fest installierter Kino-Betrieb auf dem Kalandshof möglich ist, prüfen wir gerne in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotenburg und den Betreibern des Stadtkinos“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Jutta Wendland-Park.

„Das Kino sollte mit Einbindung des jetzigen Stadtkinos und möglichst mit Inklusionscharakter beziehungsweise unter Einbeziehung der Bewohner der Rotenburger Werke geführt werden“, heißt es auch in dem Antrag der SPD. Hintergrund für den Vorstoß der Fraktion: In Rotenburg gibt es nun seit fast zehn Jahren das Stadtkino mit wöchentlich einer Kinoveranstaltung in der Aula der Stadtschule. Es wird von einem achtköpfigen Team ausschließlich ehrenamtlich betrieben.

Ehrenamtliche stoßen an Grenzen

Aufgrund der Nutzung als Schulaula muss vor den Vorstellungen die gesamte Ausrüstung – Tische, Stühle, Theke, Eisschränke – aufgebaut und nach der Vorstellung wieder abgebaut und der Raum sauber hinterlassen werden. „Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter ist das ein kaum noch zu bewältigender Kraftakt“, meint die SPD.

In der Halle des ehemaligen Heizwerkes auf dem Kalandshof ist viel Platz. Zurzeit dient sie als Lagerraum.

Vor Mitternacht verlasse nach der Vorstellung niemand die Aula. Außerdem sei durch die Mehrfachnutzung der Aula eine Erhöhung der Anzahl der Vorstellungen nicht möglich. „In einem fest installierten und wie bisher ehrenamtlich geführten Kino wären jedoch zwei bis drei Filmabende pro Woche und eine Kindervorstellung möglich“, sind sich die Politiker sicher. Außerdem ließe sich das Kino für andere Veranstaltungen, wie Theater, Konzerte oder auch Vorträge nutzen.

Das Stadtkino verfüge bereits seit einem Jahr über eine Projektions- und Tontechnik, wie sie auch in kommerziellen Kinos eingesetzt wird. Nach Ansicht Andreas Webers komme der Antrag genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn seitdem er Bürgermeister ist, führe er Gespräche mit den Kulturschaffenden. Angesichts einer Überlegung für ein Kulturzentrum in Rotenburg habe sich ein Arbeitskreis Kultur gebildet.

„Wir haben uns mit dem Bedarf in Rotenburg befasst und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Kulturzentrum nicht erforderlich ist, weil wir für Theater und Konzerte entsprechende Räume haben.“ Der größte Bedarf zurzeit gehe in Richtung Kino. „Das sagen alle, die in dem Arbeitskreis dabei waren“, so Weber. Die Idee mit dem Kalandshof sei passend, denn ein Provisorium dürfe es nicht sein.

Weil aber die nächste Sitzung des Stadtrates erst für den Juni angesetzt sei, habe Weber das Thema gleich auf die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Kulturausschusses am 18. Mai (15 Uhr) gesetzt. Sein Vorhaben: Er will einen Arbeitskreis Kino einberufen, um die Gespräche und Überlegungen zu ordnen. Die SPD hofft, dass auch Fördergelder für ein solches Projekt fließen.

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