Rotenburger Werke und Nabu eröffnen Mitmach- und Erlebnisgarten

Der Hartmannshof-Virus

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Bürgermeister Andreas Weber (r.) und Ratsgymnasium-Lehrer Friedhelm Horn versuchten sich gemeinsam an der Waserspringschale.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Spätestens mit dem Besuch der offiziellen Eröffnung am Sonntag waren auch diejenigen infiziert, die den Mitmach- und Erlebnisgarten der Rotenburger Werke und des Naturschutzbunds (Nabu) noch nicht kannten. Das Wort vom „Hartmannshof-Virus“ machte die Runde, und es gab viele gute Gründe, sich anstecken zu lassen: Das 20000 Quadratmeter große Areal ist ein „kleines Paradies auf Erden“, sagte Bürgermeister Andreas Weber in seinem Grußwort am Mittag.

Kühl war es am Morgen, als die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst in zwei prallgefüllten Zelten begannen. Die Werke-Vorstandsvorsitzende Jutta Wendland-Park war „überwältigt“ von der Resonanz, die 100 Liederzettel schnell vergriffen, und Applaus nach einer Predigt hat die freudig überraschte Pastorin auch noch nicht allzu oft bekommen. Die Klatschenden zeigten damit aber nur, dass auch sie die Begeisterung von Wendland-Park teilten: Binnen zwei Jahren sei das Projekt, das in vorbildlicher Weise Umweltbildung, Naherholung und Inklusion verbinde, entstanden, so Wendland-Park. 300000 Euro aus zumeist öffentlich Fördertöpfen, die sehr gut angelegt seien – weil hier „die Vielfalt der Natur auf engem Raum ausschnitthaft augenfällig und erlebbar“ werde, so der Nabu-Vorsitzende Roland Meyer.

Mitmach- und Erlebnisgarten am Hartmannshof eröffnet

Auf dem jederzeit öffentlich zugänglichen Areal gibt es unter anderem eine Beeren- und Obstwiese, Rosen- und Staudenbeete, eine Vogelbeobachtungsstation, einen Amphibienteich und ein kleines Hochmoor. Auch Vogelschutzhecken mit 2400 Büschen aus 34 heimischen Arten gehören dazu. Entdecken und staunen sollen die Besucher, verdeutlichten alle Festredner im Laufe des Tages, der nach dem offiziellen Akt in ein fröhliches und dann sonniges Familienfest überging. Gestaunt werden konnte schon zu Beginn zum Beispiel über „Wanbli Ocasa“ , den „sich in die Lüfte schwingenden Adler“. Das ist der Stammesname von Henrik Scheunemann aus Ahausen, der in einer indianischen Zeremonie das Tipi einweihte und so nur Minuten nach dem Gottesdienst bewies, wie auf den ersten Blick Verschiedenes im Garten zusammenpasst.

Als „ein Stück Entschleunigung“ beschrieb Bürgermeister Weber das Kleinod am Rande des Bullensees, und genau so nutzten die vielen Besucher diesen Eröffnungstag: um zu entspannen und zu erleben – aber keinesfalls, um sich vom Virus zu erholen.

www.mega-rotenburg.de

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