Rotenburger Traditionskneipe zieht im Spätherbst in die Innenstadt um

Max Bistro wird Max 2.0

+
BURGHARD Hellberg kann schon wieder lachen: Nach dem Umbau zieht er mit seiner Gastronomie Max vom Mühlenende zum Neuen Markt in der Innenstadt.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Mit der Schließung der Gastwirtschaft „Max Bistro“ zum Ende des Jahres am Mühlende in Rotenburg wird wieder eine alte Kneipen-Immobilie in der Kreisstadt dicht gemacht. Im Spätherbst zieht der Gastwirt Burghard Hellberg nun zum Neuen Markt in die City und eröffnet dort unter neuem Namen sein „Max 2.0“.

„Wir wären gerne am Mühlende geblieben, aber der Vermieter hat den Pachtvertrag nicht verlängert und uns gekündigt“, erklärt der Gastwirt Burghard Hellberg im Gespräch mit dem Journal. Der Besitzer des Hauses hat andere Pläne mit der Immobilie, heißt es.

„Seit 15 Jahren ist mein Lokal ein beliebter Anlaufpunkt für viele Stammgäste. Aber auch Clubs fühlen sich hier wohl“, so Hellberg. So trainiert in seinem Lokal der Rotenburger Dart-Club und auch Billard- sowie Kicker-Freunde treffen sich bei „Max“ zum Spiel.

„Ich bin mit Leib und Seele Gastwirt und habe mir Gedanken gemacht, wie es weitergehen soll. Leerstände gibt es in Rotenburg genug“, so Hellberg. In der Innenstadt sei er dann fündig geworden. Die ehemalige „Schlecker-Filiale“ in der City soll nun zum Gastronomiebetrieb „Max 2.0“ umgebaut werden. „Die Baugenehmigung liegt dem Vermieter bereits vor“, freut sich Hellberg, dass es bald losgehen kann. Im Kürze werde der Umbau starten. „Eine neue Theke wird im hinteren Bereich eingebaut. Wir haben auf der 200 Quadratmeter großen Fläche viel Platz für unsere Stammclubs. Sie haben mir alle signalisiert, dass sie mit umziehen werden“, freut sich der Kneipier. Der Pachtvertrag ist in trockenen Tüchern und der Bestand des neue Lokals sei für die nächsten 25 Jahre gesichert. Auch im Außenbereich wird es in der wärmeren Jahreszeit Sitzmöglichkeiten geben, verspricht Hellberg.

Übrigens, bevor die Kneipe am Mühlende im Jahre 2000 von Hellberg übernommen wurde, war das Lokal im Besitz von Wilhelm Bruns. Als „Rheb-Bruns“ hatte sich die Gastwirtschaft bei den Rotenburgern einen guten Ruf für gemütliche Gastlichkeit erworben und war immer gut besucht.

„Nach dem Zweiten Weltkrieg war dort zunächst ein Kolonialwarengeschäft untergebracht“, erinnert sich die Rotenburgerin Inge Abele, die in der Nähe aufgewachsen ist. So weit sie zurückdenken kann, war dort auch immer eine Kneipe untergebracht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Smart Luggage: Wenn der Koffer zum Lautsprecher wird

Smart Luggage: Wenn der Koffer zum Lautsprecher wird

Games: Farbbomben, Planetenaufbau und ein Unrechtsstaat

Games: Farbbomben, Planetenaufbau und ein Unrechtsstaat

Keine Taschenlampe: Kabellose Leuchten inspirieren Designer

Keine Taschenlampe: Kabellose Leuchten inspirieren Designer

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Montag

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Montag

Meistgelesene Artikel

Das Herz der Stadt ist seit 30 Jahren autofrei

Das Herz der Stadt ist seit 30 Jahren autofrei

Aus Freundschaft wurde er zum Straftäter

Aus Freundschaft wurde er zum Straftäter

SPD sieht Konflikte auf die Gemeinde Bothel zukommen

SPD sieht Konflikte auf die Gemeinde Bothel zukommen

Kommentare