Rotenburger Testzentrum bereitet sich auf Ansturm vor

Kostenlose Schnelltests ab Dienstag

Katja Becker mit einem Corona-Schnelltest im Testzentrum.
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Katja Becker zeigt, wie getestet wird.

Rotenburg – Kostenlose Schnelltests ab Montag, dazu große Mengen Selbsttests: Apotheker René Große muss lachen, wenn er dazu befragt wird. Auf einen Kaffee würde er sich mit Gesundheitsminister Jens Spahn aktuell nicht treffen. Vorschnell sei dieser wieder gewesen. Große bietet in Rotenburg zwei Testzentren für Schnelltests. Per Anmeldung über die Internetseite bekommen Bürger einen Termin – gut 100 Tests haben die Mitarbeiter seit Eröffnung durchgeführt.

Wer sich anmeldet, erhält einen QR-Code auf sein Handy, mit dem er zum Testzentrum fährt. „Am besten immer erst so kurz wie möglich, bevor man ihn braucht“, so Apothekerin Katja Becker. Außerdem muss der Ausweis vorgelegt werden, zur Sicherheit. Gehen kann man nach dem Test direkt wieder, das Ergebnis gibt es nach etwa 30 Minuten per E-Mail oder über einen QR-Code.

Mit dem Ansturm rechnet Große aber erst noch – wenn die Tests kostenlos werden. Das wird ab Dienstag im Laufe des Tages der Fall sein und ist dann bei der Terminvergabe erkennbar, so Becker. Das ging bisher nicht, da Große die offizielle Beauftragung der Stadt brauchte und sich mit dem Landesapothekerverband sowie der kassenärztlichen Vereinigung abstimmen musste. Von letzterer erhält er quartalsweise das Geld für die vorfinanzierten Tests zurück. Kostendeckend werde das nicht sein. „Aber meine Motivation ist es, das Problem zu lösen“, betont Große.

Schnelltests seien fürs Erste genügend vorrätig, Selbsttests sind bestellt und sollten die Tage kommen. Anfragen bekommt er viele, von Firmen oder Arztpraxen. Ob man letztlich aber nachverfolgen kann, wie oft jemand zum Test kommt, bleibt fraglich – man muss sich zwar anmelden, die Daten werden aber nicht personalisiert erfasst. Nicht umsonst wird das Abrechnungsformular der kassenärztlichen Vereinigung schlicht „Strichliste“ genannt, so Große. Im Prinzip sei es daher egal, wo jemand wohnt. Wenn sie ans Limit geraten, würden vielleicht auch mal Menschen außerhalb Rotenburgs abgelehnt. „Wir tun, was wir können“, aber sie hätten auch nur begrenzte Kapazitäten.

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