Von sofort an ist die Lebensmittelausgabe an der Rathausgasse 9 zu finden

Rotenburger Tafel hat eine neue Bleibe

Ein Blick in den neuen Ausgaberaum der Tafel. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Stimmung im Team der Rotenburger Tafel ist zurzeit sehr gut. Der Umzug ist geschafft, und die Mietkosten für das erste Jahr an der Rathausgasse 9 sind gesichert. Das hat der Vorsitzende der Rotenburger Tafel, Hero Feenders, in einem Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung berichtet.

Der Umzug war nötig geworden, weil die Räume am Kirchhof einfach nicht mehr ausgereicht haben, sagt Feenders. Allerdings war die Tafel dort mietfrei untergekommen, lediglich die Nebenkosten waren zu bestreiten. Das ist jetzt anders und für einen Verein nur schwer zu stemmen. Deshalb hatte der Vorstand eine Unterstützungsaktion unter dem Motto „Miet machen“ ins Leben gerufen. Ziel war es, 100 Förderer zu finden, die bereits sind, ein Jahr lang monatlich zehn Euro zur Miete beizusteuern. Das hat geklappt, die Zahl der Unterstützer liegt sogar deutlich darüber. Beim Umzug halfen mehrere Firmen.

„Wir sind sehr froh darüber, endlich in den neuen Räumen zu sein und den Unterstützern sehr dankbar für ihre Hilfe“, so Feenders. Die neue Bleibe ist fast drei Mal so groß, es gibt einen Sozialraum für das 40-köpfige Team der Ehrenamtlichen, Toiletten, einen Lagerraum sowie einen Wartebereich für die Kunden. Auch der Raum für die eigentliche Ausgabe der Lebensmittel bietet mehr Platz – für Kunden und Mitarbeiter.

Die Zahl der Kunden hat im Laufe der Jahre deutlich zugenommen. Inzwischen leben rund 500 Personen in der Kreisstadt von der Tafel. Pro Ausgabe – immer montags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr – kommen im Durschnitte etwa 80 Personen. Diese decken sich aber nicht nur für sich selbst, sondern für ihre Familien ein. Die Mitarbeiter sind derweil täglich im Einsatz. Sie holen die Lebensmittelspenden aus den Rotenburger Supermärkten und Bäckereien sowie Fleischereien ab, sortieren die Ware und lagern sie ein. An den Ausgabetagen kommen dann sechs bis acht Helfer hinzu.

Khaled Atriss, der hauptamtliche Mitarbeiter der Tafel: „Pro Jahr legen wir bis zu 20. 000 Kilometer zurück.“ Das Spendenaufkommen sei nach wie vor sehr groß. Hero Feenders unterstreicht daher sehr deutlich: „Die Rotenburger Tafel hat sich wirklich etabliert und findet eine breite Anerkennung.“ Die Stadt bezuschusst das Projekt mit 10.000 Euro, der Landkreis mit weiteren 7 000 Euro pro Jahr. Auch die Kirche beteiligt sich an den Kosten, und hin und wieder gibt es Einnahmen aus gerichtlich verhängten Geldstrafen.

Vor vier Jahren hat sich die Rotenburger Tafel aus der Trägerschaft der Kirche gelöst und sich als Verein neu aufgestellt. Seit drei Jahren ist Hero Feenders als Vorsitzender am Ball. Eine Aufgabe, die ihm ganz offensichtlich viel Freude bereitet.

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