Aus sieben Ländern

Rotenburger Rotary-Club organisiert multikulturelles Jugendcamp in Bockel

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Die Jugendlichen beim Floßbau mit dem verantwortlichen Rotarier Gerd Hachmöller (M.).

Rotenburg/Bockel - Von Michael Schwekendiek. Bereits seit Jahrzehnten pflegen die Rotenburger Rotarier enge Kontakte zu den Club-Kollegen aus Assens (Dänemark), Ulefoss (Norwegen) und Hounslow (England). Seit ebenso langer Zeit leiten die vier Non-Profit-Organisationen im Wechsel während der Sommerferien ein einwöchiges Jugendcamp. In diesen Tagen waren 22 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren bei den Rotenburger Rotariern zu Gast.

Die jungen Teilnehmer aus Norwegen, Dänemark und Deutschland hatten in diesem Jahr Verstärkung bekommen: Die Dänen brachten ihre Jahres-Austauschschüler mit, eine US-Amerikanerin und einen Australier, die Deutschen Claire aus Taiwan und Marco aus Brasilien, die in unserer Region seit einem Jahr leben und Ende des Monats die Heimreise antreten. Ulrike Niewels und Gerd Hachmöller, beim Rotenburger Service-Club verantwortlich für den Jugenddienst, konnten somit Jugendliche aus sieben Ländern begrüßen. Das Camp fand statt auf dem Areal des Clubmitglieds Alexander Freiherr von Hammerstein in Bockel. Und das ist wie geschaffen für so ein Event: prächtiges Wetter, ein großer Park hinter dem alten Gut und ein zum Baden einladender Kiessee. Aber erst einmal hieß es, sich kennenzulernen. Nicht so einfach, wenn das alles in einer für nahezu alle fremden Sprache erfolgen soll. Denn die einzige Sprache, die alle einigermaßen beherrschten, war Englisch. Aber eine Nacht zelten am Lagerfeuer, ein gemeinsamer Floßbau und ein Videodreh sorgten dafür, dass schnell neue Freundschaften entstanden.

Aus dem Zelt ging es dann für die nächsten Tage zu Gastfamilien in und um Rotenburg. Auch die freuten sich über die vielen Camp-Teilnehmer, die nun von dort aus zu weiteren Aktivitäten starteten – unter anderem ein Besuch eines Kletterparks, des Rotenburger Schwimmbads Ronolulu und ein ganztägiger Ausflug nach Hamburg. Die Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus, den Hafen und die Alster hatte man schnell abgehakt. Dann folgte der eigentliche Höhepunkt für die Jugendlichen: Shoppen in der Hansestadt. Verständlich, wenn man bedenkt, dass Kleidung in Skandinavien nahezu doppelt so teuer ist wie hierzulande.

Nach einer ereignisreichen Woche verabschiedete der Rotenburger Rotary-Club mit seinem neuen Präsidenten Peter Dreyer die Jugendlichen wieder. Der Vorsitzende hatte übrigens vor fast 40 Jahren auch an einem solchen Jugendcamp teilgenommen. Die jungen Teilnehmer präsentierten stolz ihren Video-Film, den einer von ihnen, Cornelius Rinck, in nächtlicher Arbeit noch geschnitten hatte. Außerdem wurde ein gemeinsames Lied gesungen, das die Teilnehmer während des Jugendcamps gedichtet und eingeübt hatten. Ihre Dankbarkeit für die Zeit zeigten sie den Veranstaltern mit dem Spruch: „Thank you, Rotary.“ Das alljährliche Jugendcamp ist übrigens keinesfalls nur für Jugendliche, deren Eltern zu Rotary gehören. Ebenso ist auch der Schüler-Jahresaustausch offen für alle. Präsident Dreyer wies dann gleich auf das nächste Ereignis hin: Der Losverkauf für das 19. Rotenburger Entenrennen am 30. September beginnt. Weitere Informationen zum Jugenddienst vom Rotary-Club Deutschland gibt es im Internet.

www.rotary-jd.de

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