Eröffnung des Freibades steht coronabedingt in den Sternen

Ronolulu: Saisonstart am 1. Mai fällt ins Wasser

Das leere Schwimmbecken mit Arbeitsgeräten.
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Im Schwimmerbecken sieht es nach Arbeit aus – wie immer im Vorfeld einer neuen Saison. Unklar bleibt nur, wann sie starten kann.

Rotenburg – Aufgrund der nach wie vor hohen Infektionszahlen auch im Landkreis Rotenburg fällt der für spätestens 1. Mai geplante Saisonstart im Rotenburger Erlebnisbad Ronolulu ins Wasser. Das haben Badleiterin Irena Carstens und Stadtwerke-Geschäftsführer Volker Meyer am Donnerstag gegenüber der Kreiszeitung mitgeteilt.

Eigentlich wollten Carstens und Meyer schon viel früher die Rotenburger Freibadsaison eröffnen – wenn das Wetter mitspielt. Doch daraus ist nichts geworden. „Wir haben einen Antrag für den 1. April beim Gesundheitsamt zusammen mit einem überarbeiteten Hygienekonzept eingereicht“, sagt Meyer. Eine Antwort darauf habe es nicht gegeben. Spätestens damit ist klar geworden: „Wir müssen weiter warten und hoffen, dass es bald wieder losgehen kann“, fügt Irena Carstens hinzu. Die Mitarbeiter des Teams befinden sich – mit Ausnahme der Auszubildenden sowie eines Technikers – komplett in Kurzarbeit. Auch sie könnten es nicht mehr abwarten, dass der Betrieb wieder startet. Aber sie müssen sich weiter in Geduld üben.

Irena Carstens und Volker Meyer warten auf bessere Zeiten.

„Das vergangene Jahr war schon sehr schlecht, dieses Jahr hat nicht wirklich besser angefangen“, fasst Volker Meyer die Lage aus Sicht der Stadtwerke Rotenburg (SR) zusammen. Wann der erste Sprung ins Wasser stattfinden kann, ist vorerst unklar, die Perspektive daher mit einer gehörigen Portion Ungewissheit behaftet. Aber Däumchendrehen ist nicht: „Wir treffen momentan alle Vorbereitungen, um kurzfristig öffnen zu können“, unterstreichen Meyer und Carstens. Und so tauschen Facharbeiter in diesen Tagen defekte Fliesen aus, die Becken sind zu reinigen, ebenso die Außenanlagen herzurichten. Auch in den Umkleiden muss einiges nach der langen Pause auf Vordermann gebracht werden, und schließlich geht es noch darum, das Hygienekonzept mit Einbahnstraßensystemen für die Gäste kenntlich zu machen. Ist das geschafft, kann es wenige Tage nach dem erhofften grünen Licht wieder losgehen.

Einen ersten, vorsichtigen Schritt in Richtung Zukunft plant das Team allerdings schon kurzfristig: „Körpernahe Dienstleistungen sind ja wieder möglich, daher möchten wir bald wieder die Massagen anbieten“, verrät Meyer. Die Sauna indes bleibt ebenso wie das Freibad vorerst von einer Eröffnung ausgeschlossen. „Das ist bitter, denn gerade die vergangenen Wintermonate sorgen in der Sauna normalerweise für hohe Gästezahlen.“ Die Systeme im Erlebnisbad laufen – und damit auch die Kosten. Meyer erwähnt das finanzielle Loch, das Corona und die damit verbundene Pandemie in die Kasse reißen. Überdies würden natürlich die Mitarbeiter gerne wieder ihrer Arbeit nachgehen. Man sei sich auch darüber im Klaren, wie sehr die Gäste aus Rotenburg und der Umgebung den Besuch im Ronolulu vermissen. „Es gibt immer wieder Anrufe. Die Leute fragen und sagen, dass sie die Schließung nicht verstehen“, berichtet Irena Carstens. Aber es gebe eben auch jene Kunden, die einfach mal ein paar Gutscheine bestellen – und damit ein klares Signal senden. Sie freuen sich, wenn es bald wieder losgeht, und melden ihre Kinder für die nächsten Schwimmkurse an.

Neben der Saisonvorbereitung ohne festen Zieltermin gehen im Hallenbereich des Ronolulu die Arbeiten im Rahmen der Sanierungsoffensive weiter – und sogar deutlich voran. Meyer: „Dieser erste Teil wird Ende Mai abgeschlossen sein.“ Dann erstrahlt das Sprungbecken in neuem Glanz, außerdem ersetzt ein Flachwasserbecken für Kinder das bisherige, deutlich kleinere Kinderbecken. Für die Eltern, die ihre Sprösslinge im flachen Wasser im Auge behalten möchten, wird es Warmbänke geben. „Damit könnte der Hallenbereich im Herbst wieder in Betrieb gehen“, sagt der SR-Geschäftsführer.

Vielleicht aber sei es ja schon früher wieder möglich, in der Halle Angebote bereitzustellen – und ganz oben auf der Liste steht für das Team dann der Kursbereich. Sobald da also etwas möglich ist, wolle man dafür das Nichtschwimmerbecken nutzen – und zwar an sieben Tagen in der Woche, versichert Irena Carstens. Sie, aber auch Volker Meyer, wollen keine Schuldzuweisungen machen, aber sie vermissen Maßnahmen der Politik, um die Menschen mehr mitzunehmen und ihnen zu erklären, wann und warum welche Schritte im Kampf gegen die Covid-19-Ausbreitung in der jeweiligen Form erforderlich sind. „Nur so lässt sich Verständnis erzielen“, findet Meyer. So oder so: Jetzt bleibt nur die Hoffnung auf eine baldige Besserung.

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