Rotenburger Polizei lobt: Finder Martin Heldt handelt genau richtig

Manöverpatrone im Tankstellen-Mülleimer

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Die Schachtel mit Patrone aus dem Mülleimer.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Martin Heldts Arbeit fing am Freitag wie an jedem Morgen an. Aber als er gegen 8 Uhr routinemäßig den Mülleimer an der Waschanlage der Score-Tankstelle leeren wollte, war der Morgen alles andere als Routine. Was er im Behälter entdeckte, ließ ihn erschrecken. „Eine scharfe Patrone und die vermutlich dazu gehörige Schachtel lagen im Mülleimer. Ich habe sofort die Polizei und die Kreiszeitung über meinen Fund informiert“, erklärte Heldt.

Kurz nach der Presse trafen auch die Ermittlungsbeamten der Polizei am Fundort ein. Schnell stellten die Beamten fest, dass es sich um eine Manöver-Patrone des Kalibers 5,56 Millimeter handelt, die unter anderem bei der Bundeswehr Verwendung findet.

Das sei zwar kein Geschoss, ist aber auch als Platzpatrone nicht ungefährlich. „Martin Heldt hat vorbildlich gehandelt und uns den Fund sofort gemeldet. Ein Laie kann die Munitionsarten nicht voneinander unterscheiden“, so Polizeisprecher Heiner van der Werp. Gerade nach den Anschlägen von Paris sei die Öffentlichkeit aufgerüttelt. Jeder derartige Fund sollte sofort der Polizei gemeldet und die Munition bis zum Eintreffen der Ordungshüter nicht angefasst werden.

Wie die Patrone in den Mülleimer gelangte, kann die Polizei vermutlich anhand von Aufzeichnungen der Überwachungskameras feststellen. Die Ermittlungen laufen. Die Vorschriften der Bundeswehr sind eindeutig: „Es ist für die Soldaten verboten, Munition oder Munitionsteile nach der Ausbildung am Mann zu behalten“, so Oberstleutnant Henning Loss vom Jägerbataillon 91.

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