Kaum Beanstandungen

Rotenburger Polizei kontrolliert Maskenpflicht in Bus und Bahn

Kurzer Blick in den Bus: Die Polizeibeamten stellen am Donnerstagmorgen fest, dass sich das Gros der Fahrgäste im Nahverkehr an die Corona-Vorschriften hält.
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Kurzer Blick in den Bus: Die Polizeibeamten stellen am Donnerstagmorgen fest, dass sich das Gros der Fahrgäste im Nahverkehr an die Corona-Vorschriften hält.

Rotenburg – Im Grunde ist nicht viel los. „Es ist eher ruhig“, sagt Polizeioberkommissar Marius Michels an diesem Donnerstagmorgen. Die Polizei Rotenburg macht mit beim landesweiten Kontrolltag zu 3G und Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr. Eingreifen muss sie an der Bushaltestelle am Rotenburger Bahnhof nur wenig.

Zumindest bis 8 Uhr gibt es im morgendlichen Berufsverkehr eine übersichtliche Anzahl an Verstößen: Lediglich dreimal haben die Beamten der Verfügungseinheit und des Bereitschaftsdienstes in Rotenburg Fahrgäste dazu aufgefordert, die im ÖPNV verlangte FFP2-Maske zu tragen. Aber der Rotenburger Polizeisprecher Heiner van der Werp macht auch deutlich, nicht die Zahl der festgestellten Verstöße sei entscheidend für die Kontrollen. Im Vordergrund stehe die Tatsache, dass durch das Nichttragen der Mund-Nasen-Bedeckung und die Nichteinhaltung der 3G-Regel im ÖPNV auch von nur wenigen Menschen eine Gefahr für viele Mitreisende ausgeht. „Das gilt insbesondere dann, wenn zu Stoßzeiten Busse und Bahnen voll besetzt sind und Abstände nicht eingehalten werden können“, erklärt der Polizeisprecher. Das richtige Tragen der Masken sei vor allem dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, ein entscheidender Faktor zur Eindämmung der Pandemie.

Für die meisten ein klarer Fall. Selbst die Fahrgäste, die die Polizei ansprechen muss, reagieren einsichtig, teilt Michels mit. Auch bei einer kurzen Stichprobe an der Bushaltestelle der BBS Rotenburg ist van der Werp zufrieden damit, wie die Schüler mit den Regeln umgehen: „Das sieht doch gut aus“.

Zumindest in der Kreisstadt ist wenig von dem zu spüren, was der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, laut einer Mitteilung seines Ministeriums sagt: „Leider kommt es in Bussen und Bahnen weiterhin zu Verstößen und sogar aggressivem Verhalten gegenüber dem kontrollierenden Zugpersonal.“ Aber die Rotenburger Beamten machen es den Betroffenen auch leicht: Immerhin verschenken sie FFP2-Masken an die Reisenden, etwa falls diese mal „nur“ die weitverbreiteten OP-Masken im Gesicht haben. Eine Idee, die noch am Morgen der vorbereiteten Aktion auf der Dienststelle geboren ist – die Fahrgäste sollen ihre Reise zum Zielpunkt doch möglichst fortsetzen können, sagt einer von Michels Kollegen. Der Polizeioberkommissar fügt hinzu: „Service halt“.

Im Landkreis Rotenburg sind die Beamten parallel zur Rotenburger Aktion noch in Zeven und Bremervörde aktiv, erklärt van der Werp. Rund 20 Ordnungshüter seien dabei im Einsatz. Gerade im morgendlichen Berufsverkehr schaue die Polizei nun intensiv auf die Einhaltung der Regeln, aber auch im Feierabendverkehr wirft sie noch einmal verstärkt ein Auge auf die Fahrgäste des ÖPNV. Das wird auch abseits des großen Aktionstages künftig öfter mal vorkommen, kündigt der Polizeisprecher an. Denn: „Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen“.

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