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Rotenburger Ferienprogramm: Es geht wieder los!

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Von: Ann-Christin Beims

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Holger Kunz und Rita Kryszon freuen sich, wieder ein volles Programm zu bieten.
Holger Kunz und Rita Kryszon freuen sich, wieder ein volles Programm zu bieten. © Beims

Nach zwei ruhigeren Jahren startet das Rotenburger Jugendzentrum wieder mit einem umfangreichen Kinderferienprogramm durch.

Rotenburg – „Gott sei Dank!“ Rita Kryszon lächelt zufrieden. Denn die Leiterin des Rotenburger Jugendzentrums präsentiert wieder ein umfangreiches Kinderferienprogramm – und das, obwohl viele Veranstalter, die sonst regelmäßig etwas beisteuern, in diesem Jahr nicht vertreten sind. „Da ist was weggebrochen“, weiß sie. Dennoch sind es stolze 114 Angebote, die das Jugendzentrum in Kooperation mit Vereinen, der Polizei und weiteren auf die Beine gestellt hat. Darunter sind 14 Fahrten, vier mehrtägig mit Übernachtung. Außerdem sind acht mehrtägige Kurse enthalten.

Vor einer Woche hat Kryszon die Flyer in den Schulen verteilen lassen, denn „wir haben relativ spät in diesem Jahr angefangen“. Als es mit den Planungen im Frühjahr losgehen sollte, war vieles noch unsicher ob der Coronalage. Stand jetzt dürfen die Veranstaltungen jedoch ohne Einschränkungen laufen. Und das ist wichtig: „Gerade für die Kinder, die viel zurückstecken mussten.“ Auf vieles mussten sie verzichten – Geburtstagsfeiern, Abibälle und anderes. „Sie fiebern bestimmten Sachen entgegen und dann wurde es abgesagt“, so Kryszon.

Umso schöner sei es nun, wieder „volle Pulle“ durchzustarten, wie es Bürgermeister Torsten Oestmann in seinem Grußwort formuliert. Unter den Angeboten dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein: Es gibt Aktivitäten wie einen Besuch bei der Feuerwehr, Fahrten in den Heidepark Soltau und den Zoo Hannover, Schnupperflüge mit Segelflugzeugen oder Kulinarisches wie „Grillen und Chillen“ und Pizza backen. Auch Wasseraktionen wie eine Badeparty und Schwimmunterricht sind geplant. Letzterer scheint insbesondere nach zwei Jahren Pandemie notwendig zu sein, weiß Kryszon – obwohl der Ferienkurs eher Grundlagen vermittelt. „Schwimmen lernen ist wichtig, das können viele nicht.“ Dass Grundfertigkeiten fehlen, habe sie zuletzt bei einer Kanutour gemerkt. Aber auch kreativ können sich die Kinder und Jugendlichen austoben: Es gibt neue Angebote wie „Stencil Art“ oder „Spray Art“, Töpfern, Batiken und Seidenmalerei. Digital wird es bei „Virtual Reality“ oder Bildbearbeitung. Wer sich für Musik interessiert, kommt ebenfalls auf seine Kosten, denn es geht unter anderem ins hauseigene Tonstudio oder unter die orientalischen Tänzer. Zuletzt sind auch die Aktivitäten zu Pferde wieder beliebter geworden, weiß Kryszon, die das Programm mit Holger Kunz, Artur Bernhard und Elias Knorr erstellt hat. Dazu gibt es ein anmeldefreies Wochenprogramm, das von Honorarkräften gestaltet wird. Gar nicht so einfach, sagt Kryszon: Denn diese sind schwer zu finden. „Aber sonst ist das nicht zu wuppen.“

Viele Angebote sind umsonst. „Kinder sollten nicht aus finanziellen Gründen nicht teilnehmen können“, sagt Kryszon. Ein Teil des Angebots wird zudem durch das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ gefördert. Für die Teilnahme ist ein Kinderferienpass nötig, den es für vier Euro im Jugendzentrum gibt. Das Programm nebst Anmeldeformular ist auf der Seite des Jugendzentrums einsehbar. Anmeldungen sollten bis spätestens 7. Juli im Jugendzentrum vorliegen, danach wird, wenn nötig, ausgelost und die Teilnehmer benachrichtigt.

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