Rotenburg will kräftig in die Modernisierung des Ahe-Stadions investieren

Der Kunstrasenplatz rückt näher

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Fußball auch im größeren Rahmen soll in Rotenburg künftig besser möglich sein.

Rotenburg - Von Ulf Buschmann. Über Jahre zieht sich die Modernisierung des Ahe-Stadions hin. Dass dort dringend etwas geschehen muss, wissen Sportler, Ortspolitiker und Verwaltung gleichermaßen. Gleichwohl sind den Worten bislang keine Taten gefolgt. Das soll jetzt anders werden: Die marode Südtribüne bekommt ein neues Gesicht, und der lange geforderte Ballfangzaun steht ebenso auf dem Programm der Planer wie die Flutlichtanlage. Und sollten die guten haushaltstechnischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so bleiben, gibt es 2017 sogar den langersehnten Kunstrasenplatz.

Wer den Knaller finden will, muss genau hinschauen. In seinem Grußwort in der Verlagssonderveröffentlichung der Rotenburger Kreiszeitung anlässlich der Sportlerwahl verspricht Bürgermeister Andreas Weber (SPD) Großes: Tribünensanierung und Ballfangzaun in diesem Jahr, Flutlichtanlage im kommenden und ein Kunstrasenplatz im Jahr 2017. Mit diesem Strauß an Bau- und Sanierungsmaßnahmen dürfte Weber mindestens in der Runde der Vereinsvertreter gepunktet haben. Denn allzu lange müssen sie schon darauf warten, dass die Stadt ihre Schatulle öffnet.

Fünf Positionen sind im Haushaltsplan mit der Bezeichnung „Sportplätze“ versehen. In der Realität konzentrieren sie sich auf die Anlage in der Ahe. So sind 20000 Euro für den Ballfangzaun auf Platz 2 eingeplant. Weitere 180000 Euro will die Stadt ausgeben, um die Südtribüne an gleicher Stelle zu sanieren. Hierzu zählt laut Weber auch eine neue Drainage.

Weitere 70000 Euro sind für 2016 eingeplant, um die dringend benötigte Flutlichtanlage endlich bauen zu können. Die geplante Schließanlage „haben wir erstmal geschoben“, sagt Weber. Dieser Posten solle noch einmal genau betrachtet werden, bevor die Stadt da in die Vollen geht.

Der mit Abstand größte Brocken ist der Kunstrasenplatz. Er schlägt mit geplanten 600000 Euro zu Buche. Diese Summe, versichert Weber, sei nicht aus der Luft gegriffen: „Viele Gemeinden haben Erfahrungen mit Kunstrasenplätzen.“ Dort habe sich die Stadt Rat holen können. Weber betont, dass die Realisierung des Kunstrasenplatzes „nicht nur eine Seifenblase“ sein soll.

Damit die Projekte in Sachen Ahe-Plätze Bestand haben, hatte es in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen intensive Gespräche zwischen den Vertretern insbesondere des Rotenburg SV, der das Stadion vorwiegend nutzt, den Ratsfraktionen und der Verwaltung gegeben. Der Bürgermeister habe sich unter anderem davon überzeugen lassen, dass jetzt eine neue Flutlichanlage her müsse, sagt Heinz-Günter Bargfrede, Sprecher des Sportausschusses. Seine Partei, die CDU, habe dies schon im vergangenen Jahr gefordert.

Wer am Ende wen überzeugt hat, dürfte den Sportlern egal sein. Für sie steht die längst überfällige Sanierung und die breite politische Mehrheit dahinter im Vordergrund. „Die Ortspolitik hat es verstanden“, sagt Paul Metternich, Marketingchef des Rotenburger SV. Aus seiner Sicht könne nichts mehr schiefgehen, denn beide großen Parteien, SPD und CDU, stehen hinter dem Mammutprojekt. Metternich, gehe auch davon aus, dass der Bürgermeister sein Wort hält. Schließlich sei allen Verantwortlichen bereits seit mehreren Jahren bekannt, dass das Ahe-Stadion „nicht mehr oberligatauglich“ ist, betont der RSV-Marketingmann.

Obwohl die Planungen für den Kunstrasenplatz noch nicht einmal begonnen haben, denkt Metternich bereits weiter. „Wir brauchen eigentlich zwei Kunstrasenplätze“, sagt er gegenüber der Rotenburger Kreiszeitung, „einer reicht bei 28 Mannschaften nicht aus“. So habe die 1. Herren Vorrang bei der Nutzung des Kunstrasenplatzes. Doch über kurz oder lang würde das bei den anderen Vereinen in der Region Begehrlichkeiten wecken. Metternich: „Das ist meine private Meinung.“

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