Fotograf „zaubert“ mit Wasser

Wieslaw Jan Horbaczewski stellt seine Bilder im Diakonieklinikum aus

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Wieslaw Jan Horbaczewski: Seine Fotoausstellung ist bis Ende des Jahres im Rotenburger Krankenhaus zu sehen. 

Rotenburg - Von Wieland Bonath. Wasser, jene chemische Verbindung aus den Elementen Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O) gilt als Grundlage des Lebens auf der Erde. Mehr als 70 Prozent des menschlichen Körpers bestehen aus Wasser, knapp über 70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt. Wasser gibt es als farb- und geruchsfreie Flüssigkeit, als hartes Eis und als Wasserdampf. Und mit Wasser kann „gezaubert“ werden, eine Kunst, die der Rotenburger Fotograf und Kunstmaler Wieslaw Jan Horbaczewski meisterhaft beherrscht. Der 68-Jährige, der mehr als 20 Jahre im Krankenhaus als medizinischer Fotograf gearbeitet hat, zeigt noch bis zum 31. Dezember 26 großformatige Fotos zum Thema „Wasserimpressionen“. Ein Besuch in einer Zauberwelt im langen Verbindungsgang vom Haupthaus zum Haus B des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg.

Horbaczewski, im polnischen Graudenz als Sohn eines Fotografen geboren, erlernte das Handwerk seines Vaters in Danzig. Vor 32 Jahren reiste er aus dem damals noch kommunistischen Polen in die Bundesrepublik aus, heiratete und baute sich in Rotenburg eine berufliche Existenz auf.

Für ihn war klar: Neben seiner breitgefächerten beruflichen Tätigkeit im Krankenhaus musste in der Freizeit Platz für seine Hobbys, die Malerei und Fotografie, bleiben. Horbaczewski: „Die Fotografie und das Malen sind mein zweites Leben, egal, wo ich auch gerade bin.“

Neben jeweils vier Ausstellungen mit gemalten Bildern, vier weiteren mit Fotos im Rotenburger Krankenhaus und Präsentationen in benachbarten Galerien fällt die jetzige Ausstellung „aus dem Rahmen“: Die Faszination, die vom Wasser ausgeht, die einmaligen Formen und Farben, das Zusammenspiel des flüchtigen Wassers mit Bäumen, Blumen und Früchten.

Wasser und Früchte kombiniert zu fantastischen Motiven.

Tausende von Aufnahmen hat Horbaczewski mit seiner Nicon D 700 gemacht, sieben bis zwölf Aufnahmen in der Sekunde. In der einen Hand der spezielle Auslöser, in der anderen das Objektiv. Dazu das zentrale Element, das Wasser. Beleuchtet von Scheinwerfern mit einem Reigen unterschiedlicher Farben.

Jan Horbaczewski überlässt nichts dem Zufall, er plant seine Bilder. Er sucht und sucht auf dem Bildschirm seines Computers, bis er das eine Foto unter einer Unzahl von Motiven gefunden hat, das er haben wollte. Welche Faszination kann doch von einem simplen Wassertropfen ausgehen. Der 68-Jährige hat in den vergangenen Wochen, in denen seine Arbeiten entstanden, so oft zum Trockentuch gegriffen wie nie zuvor. Immerhin: Der gefüllte, große Wasserbehälter, den Horbaczewski als „Mitspieler“ einsetzte, hinterließ seine Spuren.

Jan Horbaczewski hat inzwischen drei seiner Fotos verkauft. Mit der Stadt Rotenburg will er demnächst in Verbindung treten und sich um einen Ausstellungstermin im Rathaus bemühen. Außerdem plant er, seine Wasserimpressionen in einer Bremer Galerie zu zeigen. Pläne für die Zukunft? Der Rotenburger Künstler, der der Landschaftsfotografie auf jeden Fall treu bleiben möchte, kann sich vorstellen, Themen mit Farbpulver, Rauch und flüssigen Farben zu gestalten.

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