Bürgermeister Weber weist Kritik an zu wenig Baufläche zurück

Rotenburg wächst und hat noch Platz

In Rotenburg wurde in den vergangenen Jahren wie hier am Stockforthsweg viel Erde bewegt, um Platz für Neubauten zu schaffen. Foto: Menker

Rotenburg - Von Michael Krüger. Bürgermeister Andreas Weber (SPD) hat einigermaßen empört auf die jüngste öffentliche Kritik reagiert, in Rotenburg gäbe es nur eine „kleinteilige Planung“, was Neubaugebiete betrifft. Bei ihm und Stadtplaner Clemens Bumann herrsche angesichts solcher Vorwürfe „völliges Unverständnis“, so Weber. „Rotenburg versucht bei allen neuen Wohnbaugebieten eine gute Durchmischung der Bevölkerung aller Einkommensschichten zu erreichen, um eine Segregation und Konflikte der Menschen in der Zukunft zu vermeiden. Dabei wird auch Wert darauf gelegt, dass die Baugebiete sich im Stadtgebiet auf unterschiedliche Schuleinzugsbereiche verteilen“, so Weber in einer Stellungnahme gegenüber der Kreiszeitung.

Weber verweist auf die Neubaugebiete der vergangenen fünf Jahre: An der Rodau, Stockforthsweg sowie Brockeler Straße I und II. Dort seien neben den Geschosswohnungsbauten mit 317 Wohnungen insgesamt 235 Einfamiliengrundstücke geschaffen worden. Platz hätten zudem eine Kita an der Brockeler Straße und Wohngruppen der Rotenburger Werke gefunden. Mehr speziellen Wohnraum gäbe es für Senioren, Jüngere und im Bedarfsfall für Alleinerziehende oder Menschen mit geringerem Einkommen. Und schließlich seien in seiner bisherigen fünfjährigen Amtszeit „durch die Anpassung von vorhandenen Bebauungsplänen und Neuaufstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen Möglichkeiten für die Schaffung von Wohnraum ermöglicht“ worden. Weber reagiert auf die Kritik kleinteiliger Planung zudem mit dem Verkauf von zwölf Hektar Gewerbeflächen in Hohenesch unter anderem „zur Ansiedlung von Thyssen-Krupp-Schulte, um wohnortnah Arbeitsplätze zu schaffen“.

Ob sich Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber auch im kommenden Jahr mit weiteren Neubauprojekten als Verwaltungschef beschäftigen wird, ist derzeit noch offen. Er hatte nach der erneuten Ablehnung der IGS-Oberstufe durch den Stadtrat Ende November seinen Abschied im Januar angekündigt, diesen Schritt aber formal noch nicht beantragt. Dass es mit der Entwicklung weiter geht, verdeutlicht allerdings Stadtplaner Clemens Bumann. Er spricht von nahezu 200 Interessenten auf der Warteliste der Stadt für Baugrundstücke. Rund 40 seien an der Brockeler Straße noch frei, diese würden zunächst vergeben. Perspektivisch dürften neben den Ortschaften Mulmshorn, Unterstedt und Waffensen Bauflächen am Grafel zwischen Grafeler Damm und Knickchaussee in den Fokus rücken. Auch eine Bebauung zwischen Kleekamp und Lungenklinik scheint möglich, sollten die Emissionen der Kläranlage nicht zu hoch sein. Auch das alte Rathsmann-Gelände soll privat bebaut werden.

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