Brandheiß und extrem trocken

Unser Wettermann sagt: Hitze bleibt uns nach dem rekordverdächtigen Juli erhalten

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Bei der starken Hitze wird empfohlen, eineinhalb bis zwei Liter am Tag zu trinken. 

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Nach dem kleinen Durchhänger am Wochenende setzt sich ab Montag das heiße Wetter mit Spitzenwerten um 34 Grad, gefühlt bis 37 Grad, erneut durch. Da das Hitzehoch über Nordeuropa schwächelt, können Atlantiktiefs mit frischerer Luft im Gepäck zum Monatswechsel aufdringlicher werden.

Deshalb nimmt am Mittwoch die Gewitterneigung vorübergehend zu. Bei immer noch 30 Grad sind größere Regenmengen aber nicht zu erwarten. Schon am Donnerstag rückt ein neues Hoch vom Atlantik nach. Mit westlichen Winden stellt sich einmal mehr sonniges und trockenes Sommerwetter ein, allerdings auf einem deutlich angenehmeren Temperaturniveau. Bis zum kommenden Wochenende bleibt es bei Höchstwerten von 25 bis 28 Grad. Die Abkühlung macht sich vor allem in den Nächten bemerkbar, die weit entfernt sind von tropischen Temperaturen. Es kann also ordentlich durchgelüftet werden. Ob der europäische Hitzeblock im weiteren Verlauf nachhaltig geknackt werden kann, wie es einige Modellläufe andeuten, ist eher fraglich. Unabhängig davon wäre ein Ende der großen Trockenheit auch dann nicht in Sicht.

Im Juli hielt das sommertrockene Klima vom Typ „Mittelmeer“ mit wenigen, nach Ort und Intensität eher zufälligen Niederschlägen aus dem Juni an. Das galt auch für den Siebenschläferzeitraum Ende Juni / Anfang Juli. Damit waren die Segel für einen brandheißen Juli gesetzt. Im ersten und zweiten Monatsdrittel hielten sich die Temperaturen meistens im Bereich von 25 bis 28 Grad auf. Die oft aus Skandinavien einfließende trockene Luft sorgte zudem für recht frische Nächte mit teils einstelligen Werten.

Doch mit Beginn der Hundstage am 22. Juli wendete sich das Blatt zu einem furiosen Finale. Subtropische Warmluft ließ die Temperaturen in einer extremen Hitzwelle regelrecht explodieren. Spitzenwerte um 35 Grad und vereinzelt tropische Nächte machten diesen Juli zum wärmsten seit acht Jahren.

Gleichzeitig wird er auch im Altkreis Rotenburg als einer der drei sonnigsten und drei bis fünf trockensten Julimonate seit mindestens 80 Jahren in die Analen eingehen. Den einzigen nennenswerten Regen bracht das Tief „Gislinde“ am 10. und 11. Juli.

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