Premiere soll mit Fans gelingen

Taina startet Crowdfunding-Kampagne für erstes Album „Seelenfresser“

Sergej Tschernow (r.) und seine Band Taina wollen gemeinsam mit den Fans ihr erstes Album herausbringen.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Die Industrial-Rocker Taina aus Rotenburg und Bremen wollen mithilfe ihrer Fans der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Seelenfresser“ auf die Sprünge helfen. Dazu haben sie eine Aktion über die Crowdfunding-Plattform „Kickstarter“ ins Leben gerufen. „Wir haben das Mindestziel von 1 000 Euro“, gibt sich Gitarrist Sergej Tschernow optimistisch.

Alle Songs seien geschrieben, ein großer Teil bereits aufgenommen, gemixt und gemastert, das Album-Artwork sei weitestgehend fertig und auch live vor Publikum seien die Lieder „auf den Abgehfaktor geprüft“ worden – mit Erfolg. Nun fehle es einzig noch an der professionellen Pressung und Veröffentlichung. „Ohne Plattenfirma im Hintergrund kostet das einfach enorm viel Geld, und da solche Aktionen oft von Fans gerne unterstützt werden, dachten wir uns, wir probieren diese Möglichkeit auch aus“, so Tschernow.

„Seelenfresser“ wird die erste Veröffentlichung auf Albumlänge der Band sein, die 2012 ihre ersten Stücke präsentiert hat. Vor allem live überzeugten die Industrial-Rocker seitdem ihr Publikum – nicht zuletzt im August bei gleich zwei Auftritten auf einer Nebenbühne beim legendären Wacken Open Air. 

Privatkonzert für 500-Euro-Spende

Die Fans, die die Veröffentlichung unterstützen, bekommen natürlich auch etwas für ihr Geld. Und zwar nicht nur den ideellen Wert der Hilfe, sondern auch ganz Handfestes: Taina haben für unterschiedliche Beiträge Fanpakete geschnürt, die bei fünf Euro mit einem signierten Poster beginnen, für 20 Euro ein signiertes Album bieten, bei 55 Euro ein großes Bündel vom Taina-Feuerzeug über T-Shirts und die CD bieten und für 500 Euro gar ein Privatkonzert beinhalten. 

Einige Unterstützer haben sich seit dem Start der Kampagne in dieser Woche bereits gefunden, mehr dürften es aber ruhig sein. Tschernow: „Natürlich hoffen wir, dass das Ziel von 1 000 Euro schnell erreicht wird und wir vielleicht sogar noch etwas mehr gespendet bekommen. Es sind noch viele weitere Dinge, die bezahlt werden müssen – unter anderem diverse Merchandise-Artikel, Werbung, Bühnenausstattung und Videodreh.“

Möglichst viele Live-Auftritte

Das es gerade für kleinere Bands immer schwerer wird, in Zeiten von Downloads und Streaming überhaupt noch CDs zu verkaufen, ist dem Gründungsmitglied der Band klar: „90 Prozent der Verkäufe finden nur bei den Konzerten statt. Aber man spielt leider nicht jedes Konzert beim Wacken.“ Als eher unbekannte Band müsse man heutzutage versuchen, so viel wie möglich und überall live zu spielen. Dann klappe es auch mit Verkäufen. Tschernow: „Genau das versuchen wir.“ 

Unter anderem hat die Band im April ein paar Termine in der Schweiz auf dem Tourplan, auch Auftritte bei Festivals sind bereits gebucht. Und nicht zuletzt steht am 24. März im Rotenburger Heimathaus das Heimspiel mit der Veröffentlichung des Albums an.

Der Link zur Kickstarter-Kampagne steht auf derTaina-Homepage.

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