Rotenburg Race Days auf dem Flugplatz

Tollkühne Vier- und Zweirad-Piloten auf der Rennpiste

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Dröhnende Motoren und beißender Qualm von den Pneus.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Auf dem Rollfeld des Rotenburger Flugplatzes ging es drei Tage lang im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Die Rennpiloten hatten bei den Rotenburg Race Days alle Möglichkeiten ausgereizt, um ihre Fahrzeuge „aufzumotzen“.

Mit diesen getunten „Feuerstühlen“ auf zwei oder vier Rädern waren sie in verschiedenen Wertungsklassen auf Rekordjagd. Die teilweise futuristisch aussehenden Gefährte brachten dann auch so einige Pferdestärken auf den Asphalt.

So kam es besonders am Freitag und Samstag mehr als einmal vor, dass so manches Zahnrad im Getriebe oder andere sensible Teile die Belastung des Antrieb-Aggregats nicht standhielten. Für den, der keine Ersatzteile dabei hatte, war der Traum vom Sieg oder einer guten Platzierung bereits am ersten Tag schnell vorbei. Alle Fahrzeuge wurden vor dem Start von Experten geprüft. Nach dem Warm-up am Freitag ging es am Sonnabendmorgen um die Qualifikation in den einzelnene Klassen. Da musste das Tuning exakt stimmen, denn die Konkurrenz war groß. Wegen einiger Regenschauer mussten die Fahrer einige Unterbrechungen hinnehmen.

Andre Husmann aus Bassum hatte seinem Golf „Rabbit“ wohl zu viel Power auf das Getriebe gegeben. Direkt am Start musste er passen. Es knallte und Getriebeöl lief aus. Sofort waren die Renn-Sheriffs mit Ölbindemittel zur Stelle und reinigten die Fahrbahn, damit die Nachfolgenden Fahrzeuge nicht ins Rutschen kommen. „Leider habe ich keinerlei Ersatzteile dabei“, erklärte Husmann. Nun müsse er sehen, dass er mit dem Fahrzeug irgendwie nach Hause kommt. „Für mich ist das Rennen leider vorbei, bevor es begonnen hat“, sagte er enttäuscht.

Mehr Glück hatte Kersten Glut aus Pinneberg mit seinem VW-Käfer. „Ich habe einen 2,4-Liter-Motor mit Lachgaseinspritzung eingebaut. Der bringt es auf 300 Pferdestärken“, so Glut nicht ohne Stolz. Die Basis sei aber ein Käfermotor, der Motorblock werde in Südamerika nachgebaut. Die Zylinder werden in Schweden hergestellt. Der Motor hielt durch.

Mit dem „Shoot out“ (Finalrennen) und anschließender Siegerehrung endete das Spektakel am Rotenburger Flugplatz mit dröhnenden Motoren, stinkendem Gummi und beißendem Qualm.

Race Days auf dem Rotenburger Flugplatz am Samstag 

Race Days in Rotenburg am Sonntag

Rotenburg Race Days: Freies Training

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