Idealer Wirtschaftsmix schafft Arbeit

Minimaler Anstieg der Arbeitslosenzahlen „saisonal normal“

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Auch die Gastronomie im Kreis Rotenburg ist als Arbeitgeber Garant für die Öffnung von neuen Arbeitsstellen, was dem Arbeitsmarkt zugutekommt.

Rotenburg - Von Manfred Klein. Überaus entspannt blicken Oliver Lemke, Leiter der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit Rotenburg, und Ivonne Tierbach, Standortleiterin im Jobcenter Rotenburg, auf die Freitag in einem Pressegespräch veröffentlichten Zahlen zur Arbeitsmarktsituation im Monat Juni. Zwar sei die Zahl der Arbeitslosen – mit Blick auf den Altkreis Rotenburg – im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen, von 3853 auf 3902 Personen, entsprechend stieg die Arbeitslosenquote von 4,3 auf 4,4 Prozent, aber im Vergleich zu anderen Regionen in Niedersachsen oder auch bundesweit seien das sehr gute Werte.

Die leichte Steigerung der Arbeitslosigkeit wertet Lemke als „saisonal normal“, da mit Schulabgängern und zu Ende gegangenen Ausbildungsverhältnissen hier jahreszeitlich bedingte Arbeitsmarktkomponenten mit reinspielten.

Region steuert auf Fachkräftemangel zu

Der Landkreis Rotenburg stehe mit seinen Arbeitslosenzahlen seit jeher gut da und brauche sich vor keiner anderen Region zu verstecken, weiß Lemke. Die Gründe für die permanent relativ positive Arbeitsmarktsituation sieht der örtliche Agenturleiter im idealen Wirtschaftsmix innerhalb von Stadt und Kreis Rotenburg begründet. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, für die die Agentur für Arbeit zuständig ist, sei in den letzten zehn Jahren beständig und teilweise deutlich gestiegen. Die meisten Beschäftigten seien in Berufen des Gesundheits- und Sozialwesens tätig, gefolgt von Handel, Instandhaltung und Reparaturen von Fahrzeugen, der dritte Wirtschaftszweig in dieser „Hitliste“ umfasse das verarbeitende Gewerbe, vor dem Baugewerbe und anderen.

Die gute Zusammenarbeit mit Wirtschaftsbetrieben im Altkreis Rotenburg würdigte im Pressegespräch auch Ivonne Tierbach. Diese Kooperationen mit Betrieben und Arbeitgebern seien Garant und Voraussetzung, Arbeitslose, vor allem ALG-II-Empfänger wieder in Brot und Arbeit oder Ausbildung und Umschulung zu bringen. Das Verhältnis Bewerber zu offene Stellen liege zurzeit bei 2,5:1,0, im Bereich der Auszubildenden sogar bei 1,0:1,0. Das seien gute Zahlen, meint Oliver Lemke, offenbare aber schon, dass die Region wie auch bundesweit zunehmend auf einen Fachkräftemangel zusteuere.

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