Uwe Radtke neuer Leiter des Hauptamtes

Rotenburg kennt er gut

Uwe Radtke ist neuer Leiter des Rotenburger Hauptamtes und damit Nachfolger von Hans Eckert. Der 54-Jährige kennt Rotenburg seit seiner Kindheit – und mag diese Stadt. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Guido Menker. Er kommt von außen, aber irgendwie ist er auch ein Rotenburger. Zumindest bezeichnet Uwe Radtke die Kreisstadt als „Heimat“. Mit zwei Jahren ist er mit seinen Eltern an die Wümme gezogen, hier hat er die Kantor-Helmke-Schule besucht, am Ratsgymnasium sein Abitur gemacht und in der Lent-Kaserne seinen Wehrdienst geleistet. Und jetzt, im Alter von 54 Jahren, ist er zurück – seit dem 1. März leitet er im Rathaus das Hauptamt. Dahinter steckt ein 26-köpfiges Team.

Bei der Stadtverwaltung in Verden hat Uwe Radtke einst die Beamtenlaufbahn eingeschlagen. Dort absolvierte er nicht nur seine Ausbildung im nichttechnischen Verwaltungsdienst, sondern bekleidete anschließend eine Reihe von Ämtern in leitender Funktion. Er saß in der Steuerabteilung, kümmerte sich um den Bereich Abwasserbeseitigung und war auch in der Stadtkasse tätig. „Insgesamt war ich 17 Jahre dort“, erinnert sich Radtke. Fast die gesamte Zeit hat er damals noch in Rotenburg gelebt, erst gegen Ende seiner Verdener Zeit zog er zu seiner Frau nach Langwedel.

Dort konnte er weiter wohnen, obwohl er sich berufliche neu orientierte: Von 2005 an war Uwe Radtke für die Niedersächsische Kommunalprüfungsanstalt (NKPA) tätig. „Die hatte ihren Sitz in Braunschweig. Dort musste ich aber nur einmal pro Woche sein – ich hatte einen Telearbeitsplatz“, erinnert er sich an die Zeit, in der er sich mit vielfältigen Prüfungen von Kommunen beschäftigte. Und so hat er einen geschulten Blick, wenn es um die Arbeit und die einzelnen Abläufe in Rat- und Kreishäusern geht. Die NKPA sei entstanden, nachdem die Bezirksregierungen aufgelöst wurden. „Die Arbeit musste ja trotzdem gemacht werden“, sagt Radtke. 2010 wurde aber auch diese Behörde dicht gemacht – fortan ging die Aufgabe an den Landesrechnungshof in Hildesheim. Bis Ende Februar dieses Jahres war Radtke dabei.

„Ich habe mich über die Stellenausschreibung der Stadt gefreut“, erklärt Radtke. Denn seine bisherigen inhaltlichen Schwerpunkte Personal, Organisation und IT sind deckungsgleich mit drei wesentlichen Säulen des Hauptamtes. Im Rotenburger Rathaus kommen für ihn allerdings noch das städtische Schulamt sowie das Info-Büro hinzu.

„Ich weiß morgens noch nicht, was auf mich zukommt“

„Zurzeit versuche ich, mir die einzelnen Bereiche zu erarbeiten, aber das Team macht es mir wirklich leicht“, schwärmt Radtke von seiner neuen Aufgabe. Und die sei mehr als nur ein Job. „Ich habe eine Beziehung zu dieser Stadt, ich sehe, wie gut sie sich in den ganzen Jahren entwickelt hat.“ Außerdem gehe es nicht um Routine: „Ich weiß morgens noch nicht, was auf mich zukommt. Die Abwechslung ist groß.“ Er sei halt ein Kommunalbeamter – „da denkt man auch so.“ Es habe ihm immer am meisten Spaß gemacht, wenn der direkte Draht zum Bürger gegeben sei.

Und von denen kennt er in Rotenburg eine ganze Menge. Seine beiden inzwischen erwachsenen Kinder sind in Rotenburg zur Schule gegangen, sein Bruder Rüdiger arbeitet hier bei der Polizeiinspektion, seine Mutter lebt noch in seinem Elternhaus, er hat hier immer noch Freunde und Bekannte. „Ich habe die Kontakte nie verloren“, sagt er. Kein Wunder, dass er sich zu Hause fühlt.

Wenn er nicht gerade am Schreibtisch sitzt, organisiert und Probleme löst, trommelt er gern in seiner Samba-Gruppe in Cluvenhagen oder sitzt beim Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen auf der Tribüne. Ausflüge und Reisen ans Wasser mag er ebenfalls. Aber wer weiß? Vielleicht guckt er ja demnächst auch mal wieder ins Jugendzentrum. „Damals war ich der einzige Gymnasiast, der regelmäßig dort war.“

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