Chiara Safari freut sich auf das Jahr

Viel zu tun für die neue Kartoffelkönigin

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Chiara Safari ist die Rotenburger Kartoffelkönigin 2020.

Rotenburg - Als duale Studentin im Fachbereich General Management muss sich Chiara Safari eigentlich nicht über mangelnde Beschäftigung beschweren. Ihren Praxisteil der Ausbildung absolviert sie bei Borco Höhns in Rotenburg, das Studium findet in Stade statt.

Und doch hat sich die 21-Jährige entschieden, ein Jahr freizuschaufeln, um für die Stadt Rotenburg als Kartoffelkönigin auf Werbetour zu gehen. Beim Kartoffelmarkt am letzten Sonntag im September ist sie feierlich, aber bei strömendem Regen auf dem Neuen Markt gekrönt worden. Im Januar tritt sie dann ihr Amt an. „Ich freue mich schon sehr darauf“, sagt die gebürtige Rotenburgerin, die in Bothel aufgewachsen ist.

Eine Reihe von Freunden wollte natürlich wissen, wie sie auf diese Idee gekommen ist. Die Antwort ist ganz simpel: „Bei Facebook habe ich davon gelesen, dass eine neue Kartoffelkönigin gesucht wird“, sagt Chiara Safari. So etwas habe sie immer schon sehr spannend gefunden. „Dann habe ich mich darüber informiert, welche Voraussetzungen man braucht. Das passte alles.“ Die junge Frau füllte das entsprechende Bewerbungsformular aus und schickte es ab. Prompt erhielt sie eine Einladung zu einem Gespräch mit Benjamin Roolfs im Rotenburger Info-Büro. Das lief gut. Jetzt hat sie den ehrenamtlichen Job.

„Angehalten, etwas Ehrenamtliches zu machen“

„Als Studenten sind wir angehalten, auch etwas Ehrenamtliches zu machen“, erklärt Safari im Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung. Außerdem passe der Job irgendwie zu ihrem Studium. Sie interessiert sich nämlich ganz besonders für die Organisation größerer Veranstaltungen. Davon kann sie sich im kommenden Jahr nun ein gutes Bild machen, denn derartige Veranstaltungen wird sie 2020 reichlich besuchen.

Los geht es im Januar mit der „Grünen Woche“ in Berlin. Spannend sei das auch, weil sie sich damit anfreunden muss, vor größerem Publikum frei zu reden. „Das hilft mir ganz sicher auch in der Ausbildung weiter“, vermutet die neue Kartoffelkönigin. Das alles geht nicht von heute auf morgen, und deshalb war sie auch nicht wirklich traurig, dass bei ihrer Krönung verhältnismäßig wenig Publikum dabei war – der Regen spielte ihr also ein wenig in die Karten.

Mit dem Auto als neue Kartoffelkönigin vorgefahren

„Ich war trotzdem aufgeregt“, erinnert sie sich an den Tag Ende September, als sie mit einem Auto vor die große Bühne gefahren wurde, um anschließend als neue Kartoffelkönigin präsentiert zu werden. Ein großer Tag, an dem bekannt wurde, wer die Nachfolge von Vanessa Martin antreten wird.

Mit ihrer Vorgängerin hatte Chiara Safari im Vorfeld zunächst keinen Kontakt. Inzwischen habe sie sich allerdings angeboten, ihr zu helfen, wenn sie Hilfe benötige, oder sie zum Kennenlernen der Aufgaben einmal bei einer der Veranstaltungen dabei sein möchte, auf denen die Kartoffelkönigin gefragt ist. Überhaupt sei die Aufnahme im Kreise der Produkt-Majestäten sehr „herzlich“ gewesen. Es war am späten Vormittag des Kartoffelmarkt-Sonntags, als sie in „diese etwas andere Welt“ zum ersten Mal eingetauchte. Sie nahm am Tisch von Vanessa Martin Platz, die ihre Gäste im „Castell“ zum Mittagessen begrüßte. Erst dort sickerte durch, wer diese junge Frau ist, die sich unter die Teilnehmer dieses Treffens gemischt hatte. Eine andere Welt zwar, aber eine, auf die sie sich freut. „Es ist schön, dort hineinschnuppern zu dürfen“, sagt Chiara Safari.

Hilfe in Einrichtungen für Kinder geplant

Vanessa Martin nimmt sie sich ein wenig zum Vorbild: Auch Chiara Safari möchte in ihrer Amtszeit etwas in Einrichtungen für Kinder machen – in einem Kindergarten oder in einer Schule. Dabei würde sich dann alles um die Kartoffel drehen.

„Ich finde es interessant, mich damit näher zu beschäftigen – auch mit dem Thema Landwirtschaft insgesamt“, sagt sie. Das sei ihr wichtig. Parallel dazu möchte sie im kommenden Jahr den gerade erst neu geschaffenen Insta-gram-Auftritt der Kartoffelkönigin nicht nur weiter pflegen, sondern das Posten intensivieren, um die Rotenburger noch mehr an deren Arbeit teilhaben zu lassen. Ganz sicher auch dann, wenn sie im Januar zur „Grünen Woche“ nach Berlin fährt – gleich zum Start in das Königsjahr also die wohl größte Veranstaltung, die für sie im Kalender steht. „Das ist wie ein Sprung ins kalte Wasser“, vermutet die 21-Jährige. Ein Sprung, den sie nicht scheut. Und das freut auch ihre Chefs bei Borco Höhns. Das haben sie ihr gleich nach dem Kartoffelmarkt bestätigt.

Doch auch, wenn es erst im Januar losgeht, hat die junge Frau schon einen Auftrag: „Ich muss mich um mein Kleid kümmern.“ Eine erste Auswahl habe sie schon vorgenommen, aber noch sei nichts entscheiden. Der Blick ist dabei eindeutig nach vorne gerichtet, denn schon jetzt freut sich die Studentin auf den nächsten Kartoffelmarkt im kommenden Jahr. „Aber hoffentlich haben wir dann besseres Wetter.“

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