Einblicke in eine musikalische Karriere

Musikalische Nachhilfe vom „Zukunftsorchester“

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Ching-Jung Chung (M.) und Ruth Eichenseher (r.) spielen beide Cello. Gemeinsam helfen sie der Schülerin Franziska Meyer.

Rotenburg - Von Lea Hoops. Die Junge Deutsche Philharmonie, das sind die besten Musik-Studenten Deutschlands, zusammen in verschiedenen Ensembles. Kommenden Montag werden sie anlässlich der Niedersächsischen Musiktage gemeinsam mit dem Klarinettisten Jörg Widmann in der Rotenburger Stadtkirche ein Konzert geben. Im Vorfeld widmen sie sich aber einer Sache, die ihnen sehr am Herzen liegt: der Förderung junger Talente. So haben acht Mitglieder die Kreismusikschule in Rotenburg besucht und mit einer gleichen Anzahl an Schülern an ihren Spielweisen gearbeitet, zudem halfen sie, ein ausgewähltes Stück zu verbessern.

Sie selbst nennen sich auch „Zukunftsorchester“, sagte Projektmanagerin Clara Fasse und bezeichnete die „Jungen Deutschen als eine Schnittstelle zwischen Studium und professioneller Musikkarriere.“ Gerade deshalb sei es ihnen ein Anliegen, mit Jugendlichen zu arbeiten und ihnen einen Einblick in ihr Leben zu ermöglichen. Außerdem sei es auch „eine schöne Möglichkeit für unsere Musiker, in einem kleineren Ensemble zu spielen“, so Fasse. Aktuell gastieren die Musik-Studenten im Hotel Kloster-Mühle in Groß Meckelsen, wo sie täglich mehrmals proben, auch mit Jörg Widmann für den Auftritt in Rotenburg.

Für den ersten Tag ihres „Education-Projekts“, wie Fasse es nannte, kamen sie am Dienstag nach Rotenburg. Zwei weitere Projekte, darunter der Besuch eines Musik-Leistungskurses in Zeven, standen ebenfalls auf dem Programm. Ausreichend Erfahrung im Umgang mit den Jugendlichen hätten sie bereits mitgebracht. „Viele haben da ein gutes Händchen, unterrichten sogar schon privat“, erwähnte Fasse.

Annabel Noltes Leidenschaft gilt dem Violinen-Spiel. Sie gab der Schülerin Kerstin Pesche individuelle Tipps.

So auch die Pianistin des Ensembles, Magdalena Cerezo Falces. Die 29-Jährige sei seit 2014 dabei und lege besonderen Wert darauf, zu zeigen, dass ihre Schüler auch in Zukunft beruflich Musik machen könnten. „Ich kenne viele, die das gerne wollen, aber darüber machen sich die meisten Eltern keine Gedanken“, erklärte sie. „Bei einigen Kindern und Jugendlichen ist die Leidenschaft aber so groß, dass sie die Musik nicht stoppen können.“ Diese jungen Menschen zu fördern, sei auch in ihrer Verantwortung.

Kerstin Pesche ist eine der Schülerinnen, die an dem Projekt in der Kreismusikschule teilgenommen haben. Sie spielt Violine und würde in ihrer beruflichen Zukunft die Musik gerne weiter verfolgen. „Ich möchte Grundschullehrerin werden und Musik unterrichten“, erzählte sie während ihrer Arbeit mit Annabel Nolte, einem Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Die Beiden beschäftigten sich mit einem Stück von Mozart. Pesche erwartete mit der Hilfe Noltes, ihr Spiel noch schöner klingen zu lassen. „Das tut es bereits jetzt!“, gab sie lachend nach nur 20 Minuten zu Protokoll. Es ist ein kleines Stück Kultur, dass das „Zukunftsorchester“ mit seinen Projekten vor Ort fördert. „Leider ist Klassik immer noch als steif und dergleichen verpönt“, räumte Fasse ein. „Wir wollen ein Stück weit das Gegenteil beweisen!“

Karten für das Konzert „Freiräume“ von der Jungen Deutschen Philharmonie und Jörg Widmann am Montag ab 19 Uhr in der Rotenburger Stadtkirche gibt es für zehn bis 22 Euro bei der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, dem Holiday Land Reisebüro oder unter 0800 / 4566540 sowie online.

www.musiktage.de

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