Gebete an der Gasförderstelle Z 6

Zweite Auflage der Aktion der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden und Bürgerinitiative

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Nahezu 40 Menschen aus der Region sind am Sonntagnachmittag zur Gasförderstelle Z6 Bötersen gekommen, um gemeinsam für die Erhaltung einer gesunden Umwelt zu beten. 

Rotenburg - Die Bürgerinitiative „Frackloses Gasbohren im Landkreis Rotenburg“ und die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden im Landkreis, vertreten durch Pastor Werner Hagedorn, haben am Sonntag an der Gasförderstelle Bötersen Z 6 gemeinsam mit Bürgern gebetet, die Umweltschäden durch Fracking befürchten. In der kleinen Andacht betonte der Pastor im Ruhestand auch in der zweiten Auflage der Reihe, dass die Aktion den Zweck habe, den Menschen bewusst zu machen, was wo getan wird.

Das an Z 6 geförderte Gas habe nicht die Qualität des von H-Gas, wie es die Rotenburger Stadtwerke liefern. Das geförderte Gas des Landkreises komme höchstens als Beimischung in Frage. Es werde möglicherweise in Rotenburg gar nicht genutzt, so Hagedorn. Er hege arge Zweifel am Nutzen der Erdgasförderung im Landkreis, und der werde von vielen Bürgern der Region ebenfalls gehegt.

Die Gebete an den Bohr- und Förderstellen sollen helfen, Fuß zu fassen im Glauben, dass es sinnvoll ist, sich im Gestrüpp der Zweifel und Fragen einen Weg zu bahnen. Er plädierte für einen fairen Umgang von Menschen miteinander und mit den Gaben der Schöpfung. Dem Menschen sei aufgegeben, die Erde und alles Leben auf ihr zu pflegen, zu schützen und zu bewahren. Das sei der Sinn des biologischen Auftrags, „sich die Erde untertan“ zu machen und nicht gnadenlos auszubeuten. Er lobte das Engagement von mutigen Menschen, die sich zum gemeinsamen Aufklären und Widerstand für das Gemeinwohl von Mensch und Natur einsetzen.

Der Landwirt Wilhelm Peters, der direkt gegenüber der Förderstelle am Grafeler Damm in Rotenburg sein Anwesen hat, sprach während der Andacht über seine Eindrücke. Seine anfängliche Euphorie und der Pioniergeist seien durch Aufklärung über die Gefahren für die Umwelt schnell in Bedenken umgeschwenkt. Er spüre zwar unmittelbar keine Auswirkungen auf seine Landwirtschaft, teile aber dennoch die Meinnung, dass Fracking Mensch und Natur schaden kann. 

- go

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