Vollsperrung der B 440

Dicke Luft an der Baustelle: Umleitung ärgert Rotenburger Gewerbetreibende

Dicke Luft: Die Anwohner sind mit der Verkehrsregelung aufgrund der Baustelle auf der B 440 unzufrieden.
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Dicke Luft: Die Anwohner sind mit der Verkehrsregelung aufgrund der Baustelle auf der B 440 unzufrieden.

Rotenburg – Die Bundesstraße 440 in Rotenburg erhält im Einmündungsbereich zum Moorkamp eine Linksabbiegerspur. Seit Beginn vergangener Woche laufen die Bauarbeiten, und seitdem ist die B 440 dort voll gesperrt. Das sorgt an der Knickchaussee für dicke Luft. Vor allem bei den Verantwortlichen der dortigen Gewerbebetriebe.

„Während der ersten drei Tage hatten wir 70 Prozent weniger Kunden“, berichtet Ulrike Grewe von der Firma Garten Grewe. Den anderen Unternehmen in der Nachbarschaft geht die Situation ebenfalls gehörig gegen den Strich. Mit Beginn des Umbaus und der damit verbundenen Vollsperrung gebe es nämlich Probleme mit der Umleitung zur Knickchaussee. „Am meisten ärgert uns aber die mangelnde Kommunikation“, sagt Ulrike Grewe.

Sie hat die Kollegen in der Nachbarschaft zusammengetrommelt für ein Treffen an der Baustelle, um darüber nicht nur die Kreiszeitung, sondern auch Stadtplaner Clemens Bumann zu informieren. Landwirt Christoph Schröder, dessen Bruder und Zimmerer Michael Schröder, der Steuerberater Hauke Kasting, Brian Kröger von der Firma Thermoland sowie Udo Hübner von Cordes & Graefe und eben auch Ulrike Grewe selbst berichten dort ausführlich über das, was sie so sehr auf die Palme bringt.

Zunächst sei die Umleitung für den Weg zur Knickchaussee nicht deutlich ausgeschildert worden, sagen sie. Außerdem sei die vorgesehene Umleitung für den Lastwagen-Verkehr nicht geeignet. Christoph Schröder: „Die Laster können nicht die Strecke über den Grafeler Damm und die Moorstraße nehmen. Das wird zu eng.“ Ähnlich sehe es mit der Variante über einen Feldweg aus, der hinter der Bebauung am Grafeler Damm links abgeht und zur Knickchaussee führe.

Es gehe täglich um etwa 20 Lkw, die die Betriebe an der Knickchaussee ansteuerten beziehungsweise von dort aus losfahren müssen. In den ersten Tagen nutzten nicht zuletzt deshalb eine Reihe von Lastern, aber auch zunehmend Autos die noch offene Zufahrt von der B 440 in den Moorkamp. „Das liegt eigentlich in dem Bereich, für den die Sperrung verfügt worden ist“, sagt Clemens Bumann. Man dulde es zurzeit, wobei diese Möglichkeit vermutlich in zwei bis drei Wochen nicht mehr bestehe.

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange.

Rechtzeitig will die Stadt nun dafür sorgen, dass der Hinweis an der Brauerstraße zur Einfahrt in den Grafeler Damm bis dahin für die Lastwagen deutlich ergänzt wird. Und zwar um eine neue Route für die Umleitung. „Die sollen dann über den Grafeler Damm und die Königin-Christina-Straße fahren“, erklärt Bumann. Er verbindet diese Variante mit dem Hinweis, dass die Königin-Christina-Straße mit ihrer Breite und vom Aufbau her die Voraussetzungen für das Befahren mit Lastwagen erfülle.

Alles gut also? Nicht ganz. „Die wissen doch, wer hier ansässig ist. Und die hätte man rechtzeitig informieren müssen“, findet Udo Hübner. Er hätte seine Kunden und Zulieferer gerne vorab informiert, wie das Unternehmen während der Baustellenzeit zu erreichen ist. Das gelte auch für die, die den Selbstbedienungsautomaten von Landwirt Schröder an der Knickchaussee gerne zum Einkauf nutzen. „Kaum noch Umsatz“, lautet das erste Zwischenfazit von Christoph Schröder. „Es ist ein Unding, dass das alles nicht vernünftig ausgeschildert war“, schimpft er.

In den ersten Tagen der Baustelle wundern sich dann alle, dass eine direkte Zufahrt von der B 440 in den Moorkamp und damit in Richtung Knickchaussee nun doch noch möglich ist. „Aber wie lange?“, fragt sich an diesem Tag nicht nur Ulrike Grewe. Bumann nennt kein Datum, aber er geht davon aus, dass spätestens in drei Wochen diese Möglichkeit nicht mehr besteht, weil dann die Fräsarbeiten auf der Fahrbahn stattfänden. Spätestens dann also wird es nur noch über die Umleitung gehen. Das bekannte gelbe Schild dafür kommt allerdings nicht zum Einsatz. Bumann: „Dann könnte es so verstanden werden, dass es sich um eine Umleitung nach Visselhövede handelt.“ Alles nicht einfach.

Es klingt so, als mangelte es im Vorfeld ganz einfach an der Kommunikation. Die hat aber in der von den Gewerbetreibenden gewünschten Form nur mit den Anwohnern des Stockforthsweges funktioniert. „Die haben wir angeschrieben, weil für sie eine eigene Umleitung in die Stadt eingerichtet worden ist“, erklärt Bumann. Alle anderen Anlieger der direkt betroffenen Bereiche seien über die Presse informiert worden.

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