Investition in Höhe von 1,4 Millionen Euro

Diakonieklinikum weiht sanierte und modernisierte Station ein

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Schwester Beke Machewitz (v.l.), Geschäftsführer Detlef Brünger, die stellvertretende Bürgermeisterin Heike Beer und Chefarzt Professor Joachim Arnold durchtrennen mit der Schere das knallrote, symbolische Band und eröffnen die modernisierte Station 8.

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Stimmung könnte kaum besser, die Freude kaum größer sein: Nach einer Sanierungszeit von einem Jahr hat das Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg am Freitag die Station 8 der Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Endokrinologie, Hepatologie und Ernährungsmedizin wiedereröffnet. 

Zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Heike Beer (SPD) haben Diako-Geschäftsführer Detlef Brünger, Chefarzt Professor Joachim Arnold und Schwester Beke Machewitz (Stationsleitung) das knallrote, symbolische Band durchschnitten. Und das im Beisein des Teams, des technischen Leiters Gert-Peter Schaper, des ärztlichen Direktor Professor Michael Schulte und der Vertreter der an der Modernisierung beteiligten Firmen.

1,4 Millionen Euro hat das Diako in die überfällige Maßnahme investiert. „Wir sind sehr froh, dass wir diese Station jetzt nach fast zeitgerechter Fertigstellung in Betrieb nehmen können“, sagte Brünger bei der Begrüßung der Gäste. Damit hat er dem Chefarzt aus der Seele gesprochen, denn dieser erinnerte an die Herausforderungen, die für ihn und sein gesamtes Team mit der Sanierung der Station verbunden waren. Die Patienten mussten nämlich in dieser Zeit auf anderen Stationen untergebracht werden – dort, wo noch Platz war. Arnold: „Das waren bis zu 14 verschiedene Stationen an einem Tag.“

Patientenzimmer, Flur und Diensträume neu gestaltet

Doch das Warten hat sich gelohnt, das Ergebnis ist ein Gewinn für das medizinische und pflegerische Personal, aber ganz besonders auch für die Patienten. Die Patientenzimmer, den Flur und sämtliche Diensträume hat das Diako neu gestalten lassen. Jedes Zimmer hat jetzt einen eigenen Sanitärbereich und eine komplett neue Einrichtung. Helle Farben, eine ansprechende Beleuchtung und passende Bilder runden den guten Gesamteindruck ab.

Der Umbau ging in zwei Abschnitten über die Bühne. Beteiligt daran waren nur Firmen aus der Region. Ein Punkt, den auch Heike Beer in ihrem Grußwort für die Stadt Rotenburg besonders hervorhob. „Die Stadt Rotenburg weiß es zu schätzen, dass mit der Agaplesion gAG einer der größten Gesundheitskonzerne in Deutschland hier in der Stadt präsent ist“, sagte sie ferner. Zugleich merkte sie an, dass es für kleinere Krankenhäuser auf dem Land nicht leicht sein werde, der aktuellen Rechtslage zu entsprechen und sich zugleich wirtschaftlich zu behaupten. Daher freue sie sich, dass sich das Rotenburger Krankenhaus, „unser Diako“, wirtschaftlich so gut behaupten könne, wie es gerade erst in der Kreiszeitung zu lesen war. 

„Wichtiges Signal für die Wertschätzung an die Pflegekräfte“

Die modernisierte Station werde die Attraktivität des Krankenhauses als medizinisches Behandlungszentrum für potenzielle Patienten sicher bestätigen und sogar steigern. Dass auch die Dienstzimmer so modernisiert wurden, dass sich die Arbeitsbedingungen damit wesentlich verbessert haben, sei „ein wichtiges Signal für die Wertschätzung an die Pflegekräfte“, so Beer. „Und wenn man daran denkt, dass gerade die täglich erfahrbare Qualität eines Arbeitsplatzes in Zukunft für die Wahl des Arbeitgebers eine nicht unerhebliche Rolle spielen dürfte, sind Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter auch in dieser Hinsicht eine gute Investition in die Zukunft.“

Bei diesen Sätzen konnte Brünger nur zustimmend nicken. Und er selbst unterstrich, dass eben diese Investition nicht ohne die Hilfe des Diakonissen-Mutterhauses möglich geworden wäre. Das hatte 600.000 Euro für diese Modernisierung springen lassen.

Vorbei sind auf dieser Station also die Zeiten, die Joachim Arnold nur kurz in Erinnerung rief – die Zeiten, in denen für 17 Patienten zwei Toiletten und nur eine Dusche zur Verfügung standen.

Heute finden in den 14 Zwei- beziehungsweise Dreibettzimmern regulär 32 Patienten einen Platz. Wird es mal eng, kann auf bis zu 38 Patienten aufgestockt werden, so Arnold.

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