Camper genießen das Ambiente

20 Stellplätze am Rotenburger Weichelsee bei Besuchern beliebt

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Gabi und Günter Dombrowski sind mit Hund Baro unterwegs. Sie kennen den Weichelsee.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Noch am frühen Abend herrschen auf dem Stellplatz für Wohnmobile am Weichelsee Temperaturen von weit mehr als 20 Grad. Neben ihrem mobilen Heim genießen Gabi und Günter Dombrowski aus Oberhausen das Ambiente und die Ruhe. Mit dabei ist ihr Hund Baro.

„Wir sind seit zwölf Jahren mit unserem Komfort-Wohnmobil in Deutschland und Europa auf Achse. Ich habe zwei Leidenschaften: Im Sommer das Fahren mit dem Wohnmobil und ab Herbst das Jagen“, sagt Günter Dombrowski. Für die kleinen Touren zum Einkaufen und Ausflüge in die Stadt, hat das Paar einen Motorroller dabei. Morgens sind die Dombrowskis am Weichelsee angekommen. Sie kennen dieses Revier schon, haben die Oberhauser doch schon öfter dort gecampt, zum Beispiel auf dem Weg nach Skandinavien.

„Uns gefällt hier das Ambiente mit dem Badesee und dem guten Essen im ,Strandhouse’-Restaurant direkt neben dem Stellplatz“, betont Günter Dombrowski, „wir lassen es uns hier gut gehen, relaxen und gehen viel Spazieren.“

Gabi und Günter Dombrowski sind mit Hund Baro unterwegs. Sie kennen den Weichelsee.

Die Anfahrt sei wegen der Baustellen rund um Rotenburg dieses Mal jedoch nicht so einfach gewesen. Er habe sein Navi ausgestellt und habe dank der Beschilderung den Weg zum See gefunden, sagt Günter Dombrowski. Die Baustelle sei auch der Grund dafür, dass der Aufenthalt nicht ganz so angenehm sei wie in den vergangenen Jahren. Doch das ist nicht die einzige Kritik seitens der Oberhauser Wohnmobilisten. Gabi Dombrowski zeigt auf die Brennnesseln, die fast den Stellplatz erreichen. Ihr sei aufgefallen, dass die Plätze vor fünf Jahren einen gepflegteren Eindruck machten. Auch enger sei es geworden.

Gut gefällt den Nordrhein-Westfalen die ländliche Idylle des Sees. Auch die technischen Einrichtungen für die Strom- und Wasserversorgung seien perfekt. Sogar für Hund Baro gibt es eine Badestelle. Angenehm sei der Kontakt zu Platzwart Ulli Schorpp. Er steht den Campern mit Rat und Tat zur Seite. Sehr gut sei auch der Kontakt zu den anderen Campern. „Da kommt man schnell ins Gespräch und vertieft das oft auch bis spät in den Abend mit einem Glas Bier oder Wein“, sagt Günter Dombrowski.

Dirk und Heidrun Möller aus Bad Segeberg haben Köln als Ziel.

Nur zwei Wohnmobile neben Familie Dombrowski stehen Heidrun und Dirk Möller aus der Nähe von Bad Segeberg. Sie sind beide berufstätig und haben erst vor zwei Jahren ihre Leidenschaft für das Reisen mit dem Wohnmobil entdeckt. Etwa sechs Mal im Jahr begeben sie sich auf Tour durch Deutschland.

In Rotenburg haben Heidrun und Dirk Möller einen Halt eingelegt, weil sie sich bei einem großen Unternehmen in Brockel Autos anschauen möchten. „Der Platz liegt auf der Strecke, denn wir wollen nach Köln zu einer Hochzeit“, sagt Dirk Möller. Außerdem sei der See gleich nebenan – ein Vorteil, denn bei der Hitze ist der Weg bis zur Abkühlung nicht weit. „Der Geruch von dem frisch gegossenen heißen Asphalt der Baustelle auf der Bundesstraße neben dem See stört schon ein wenig“, erklärt Heidrun Möller. Aber von der Atmosphäre sind beide begeistert. Der Platz sei ruhig gelegen und die sanitären Anlagen, wie die Toiletten und Duschen bezeichnen sie als sehr sauber. Allein die Öffnungszeiten des Restaurants sollten erweitert werden.

In der Rotenburger Innenstadt sei es ziemlich ruhig gewesen, ist ihnen bei einem Besuch aufgefallen. Aber die Stadtidylle habe ihnen gefallen. Immerhin: Die Eisdielen waren voll.

Das nächste Ziel von Familie Möller ist das Steinhuder Meer. Von dort aus planen sie ihr eigentliches Ziel anzusteuern. „Wir sind keine Wohnmobilbesitzer, die immer an den gleichen Ort fahren. Wir suchen uns eine geeignete Strecke für eine Tour aus, und halten da an, wo wir Lust haben“, sagt Dirk Möller. Der Stopp hier sei eine spontane Entscheidung gewesen. „Es war schön hier, und das war es auch schon für uns.“ Für die nächsten Jahre hätten sie dann aber andere Ziele im Visier.

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