Experten sprechen über Berufsorientierung von Gymnasiasten im Handwerk

Ratsgymnasium als Vorreiter

Friedhelm Horn (v.l.), Heiko Kehrstephan, Karin Woch, Dorothea Wiellowicz, Marei Pankow, Günter Neumann, Ernst-Ulrich Pfeifer und Friedrich Leefers trafen sich zum Gedankenaustausch im Rotenburger Ratsgymnasium. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Berufsorientierung von Gymnasiasten speziell im Handwerk war Thema der gestrigen Gesprächsrunde am Rotenburger Ratsgymnasium. Ziel ist es gewesen, weitere Wege zu finden, um Schüler zu einem gelungenen Start in die Studien- oder Arbeitswelt zu befähigen. So sollen nach Ansicht der Experten unter anderem attraktive Praktika in handwerklichen Berufen ganz besonders das Interesse der Abiturienten wecken.

Das Ratsgymnasium hat bereits Konzepte entwickelt, die eng mit der Rotenburger Wirtschaft und speziell mit dem Rotenburger Wirtschaftsforum (RWF) verzahnt sind. Dabei ist es als Vorreiter für andere Schulen bereits ausgezeichnet worden. Friedhelm Horn (Ratsgymnasium), Marei Pankow, Dorothea Wiellowicz (beide Industrie und Handelskammer Stade), Karin Woch (Agentur für Arbeit), Günter Neumann (Geschäftsleiter Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg), Friedrich Leefers (Kreishandwerksmeister Rotenburg) und Keiko Kehrstephan (Vorsitzender vom RWF) fassten nach dem mehr als einstündigen „Brainstorming“ ihre Ideen zur Optimierung des bestehenden Berufsorientierungskonzeptes der Schule vor.

Alle waren sich einig, dass ein Betriebspraktikum einen hohen Stellenwert bei der Berufsfindung junger Menschen hat. Gerade darum sei die Qualität von größter Bedeutung. Sowohl das RWF als auch die Kreishandwerkerschaft wollen die angebotenen Praktika dahingehend überprüfen.

Zudem sollen Info-Veranstaltungen des RWF beim Ratsgymnasium über duale Studiengänge verstärkt durchgeführt werden. Wichtig sei diese Art der Berufsinformation auch für die Eltern der Schüler in den neunten Klassen. So können auch sie die Chancen für Abiturienten, im Handwerk Karriere zu machen, aufgeklärt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt sei eine enge Zusammenarbeit zwischen den Betrieben und der Schule am „Zukunftstag“.

Nach dem großen Erfolg der Ausbildungsmesse an den Berufsbildenden Schulen und der „Straße des Handwerks“, auf der sich die Gewerke vorstellten, soll bereits im September die Teilnahme für Schüler der neunten und zehnten Klassen des Ratsgymnasiums eine Selbstverständlichkeit sein, hieß es seitens der Experten. Dort haben die Schüler die Möglichkeit, sich direkt mit den Auszubildenen der einzelnen Gewerke über deren Erfahrungen austauschen. - go

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