Musik fürs Miteinander 

„Banda Internationale“ spielt am 26. August auf dem Pferdemarkt

2015 spielte „Banda Internationale“ vor tausenden Bürgern auf dem Dresdner Neumarkt für eine weltoffene Stadt. - Foto: imago

Rotenburg - Ein Konzert, auf dem das gute Miteinander gefeiert und Begegnungen geschaffen werden sollen: Am 26. August kommt die Brassband „Banda Internationale“ nach Rotenburg. Das Diakonissen-Mutterhaus, das Diakonische Werk, die Kirchenregion Rotenburg, die Rotenburger Werke und die Stadt organisieren gemeinsam rund um den Auftritt die Veranstaltung an dem Samstag ab 18 Uhr auf dem Pferdemarkt.

Die Mitwirkenden bereiten ein Catering vor, bei dem es unter anderem syrische Spezialitäten geben soll. Schließlich zeichnet sich die „Banda Internationale“ dadurch aus, dass in der Band seit 2015 auch Flüchtlinge mitspielen. „Essen und Musik schaffen Begegnung“, freut sich Angela Hesse, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks auf das Fest.

Der Kontakt zu der Brassband aus Dresden kam über den ärztlichen Leiter des Reha-Zentrums am Diako, Andrzej Tomaszewski, zustande. Beim Spaziergang erzählte er Bürgermeister Andreas Weber von seinem Sohn Michal, der in dem 20-köpfigen Kollektiv Klarinette und Kalimba spielt. Zuletzt hatte die seit über 15 Jahren bestehende Band Schlagzeilen gemacht, weil sie sich bei mehr als 40 Konzerten gegen Pegida engagiert und dafür und für andere politische Auftritte einige Auszeichnungen erhalten hat. Auch das Konzert in Rotenburg soll ein Zeichen setzen: Für das bunte Miteinander nach dem großen Zuzug von Flüchtlingen.

Unterstützung vom Campus

Dazu passend wird auch „Ugarit“ dabei sein, die Flüchtlingsband vom Campus Unterstedt. Der dortige Hausmeister Konstantin Filey-Cordes hat die Gruppe gegründet, die schon einige Auftritte nicht nur auf dem Campus hatte. Wie bei „Ugarit“ sind die Menschen und die Musik bei „Banda Internationale“ bunt gemischt – stilistisch geprägt aus Krisenregionen wie Nordafrika oder dem Nahen Osten.

Eine Woche nach dem Straßenzirkus „La Strada“ hofft Bürgermeister Weber darauf, einen weiteren kulturellen Höhepunkt für alle Rotenburger anbieten zu können. Eintritt wird an dem Abend nicht genommen, für die Unterstützung der Musiker werden allerdings Spendendosen aufgestellt. „Mit diesem gemeinsamen Projekt wird unser Rotenburger Flüchtlingsnetzwerk neu beleuchtet“, so der Verwaltungschef. Die gemeinsame Arbeit verbinde. Und auch die Werke-Vorstandsvorsitzende Jutta Wendland-Park betont die Bedeutung solcher Veranstaltungen für die Bewohner: „Da kommen alle zusammen.“ Rotenburg zeichne sich durch Vielfalt aus, das wolle man an diesem Abend offensiv zeigen. J faw/mk

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