Abschlussveranstaltung für den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Brümmerhof und Rhade vorn

Überall glückliche Gesichter, auch wenn am Ende nur zwei Kommunen gewinnen konnten. Der Dorfwettbewerb-Ausschussvorsitzende des Kreistags, Hartmut Leefers (l.), und Landrat Hermann Luttmann (2.v.l.) ehrten die Teilnehmer.

Rotenburg - Von Wieland Bonath. Ehrengäste aus Politik, von Vereinen und Verbänden begrüßte Landrat Hermann Luttmann (CDU) am Freitagabend in der Aula des Rotenburger Ratsgymnasiums in stattlicher Zahl – im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung des 45. Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ standen jedoch die Bürger der sechs Gemeinden Brümmerhof, Drögenbostel, Mulmshorn, Nieder Ochtenhausen, Rhade und Spreckens.

Sie hatten in monatelanger Arbeit ihre Dörfer herausgeputzt und sich den kritischen Augen der 14 Mitglieder zählenden Bewertungskommission (Kreistag, Landfrauen, Landjugend, Touristikverband und Nabu) gestellt. Am Freitagabend wurden Vertreter der sechs Dörfer mit Urkunden ausgezeichnet, Drögenbostel erhielt für seine Arbeit für den Arten- und Naturschutz zusätzlich einen Sonderpreis. Es geht weiter: 2021 nehmen die beiden Siegerdörfer Brümmerhof und Rhade am Bezirksentscheid teil.

Seit Beginn des Wettbewerbs vor 57 Jahren, ursprünglich unter dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden“, sagte Luttmann, sei der Landkreis Rotenburg dabei. Die teilnehmenden Dörfer hätten dabei hinsichtlich der Gestaltung des Ortes und der Landschaft an Attraktivität gewonnen. Die Erfolge der Siegerdörfer bei Bezirks-, Landes- und Bundeswettbewerben mache den Landkreis auch touristisch interessanter. Allerdings, räumte Luttmann ein, liege der letzte große Erfolg auf Bundesebene von Waffensen inzwischen sieben Jahre zurück.

Mit sechs teilnehmenden Dörfern war das Interesse im Kreis Rotenburg dieses Mal zudem nicht gerade groß – in der Vergangenheit belief sich die Zahl der Bewerber auf bis zu 20. Der Wettbewerb stand zwischenzeitlich stark auf der Kippe. Luttmann betonte trotzdem: „Der Wettbewerb motiviert und bewegt die Menschen, sich mit der Entwicklung und Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes auseinanderzusetzen. Sie alle haben gemeinsame Anstrengungen unternommen und dazu beigetragen, ihr Dorf lebenswerter zu gestalten und ihren Ort zukunftsfähig zu machen.“

„Alle Dörfer“, fuhr Luttmann fort, „haben sich Gedanken über ihre Stärken und Schwächen gemacht, und viele konnten daraus Lösungsansätze ableiten, die verständlicherweise sehr unterschiedlich ausfallen. Bei allen teilnehmenden Dörfern steht das Wir-Gefühl an erster Stelle. Der Dorfwettbewerb ist dabei eine Mehrgenerationenbewegung für alle Bürger. Hier treffen sich die Jugendlichen und die Senioren, die Vereine und die Feuerwehren engagieren sich. Darauf können Sie mit Recht stolz sein.“ Den Siegern des Kreiswettbewerbs sichere er die Unterstützung des Landkreises für die weiteren überregionalen Wettbewerbe zu – „den Teilnehmern im diesjährigen Bezirkswettbewerb, Bötersen und Malstedt, drücken wir die Daumen“.

Der Kreistag-Ausschussvorsitzende Hartmut Leefers (CDU) ließ, „bewaffnet“ mit Witz und weißem Strohhut, am Beispiel seiner Familie in Waffensen Inhalte des Kreiswettbewerbs vorüberziehen. Leefers im Gespräch mit dieser Zeitung: „Die Dörfer sind durch die Veränderung der Landwirtschaft einem massiven Strukturwandel ausgesetzt. Daher bedarf es neuer Quartiere, in denen die Menschen wohnen, leben und sich wohlfühlen. Dazu gehört nicht nur der gepflegte und schöne Garten, sondern das soziale und kulturelle Miteinander. Wenn es den Dörfern gelingt, sich dort zusammenzufinden, dann ist mir um ihre Zukunft nicht bange.“

Andreas Weber (SPD) begrüßte als Bürgermeister der gastgebenden Stadt Rotenburg die zahlreichen Besucher der Schlussveranstaltung des 45. Kreiswettbewerbs und bedankte sich für das Engagement der Mulmshorner Bürger als Teil Rotenburgs. Einen ausführlichen Überblick über die Arbeit und die Projekte in den sechs Dörfern zeigte Hans-Dieter Windler im Rahmen eines Lichtbildervortrags. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung am Freitag vom Chor Jesowieka aus Nartum.

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